Waves of Change: Die Hoffnung auf sichere Arbeit

In Kapstadt haben Jugendliche aus den „Townships“ keine guten Startbedingungen. Don Bosco ist mit Qualifizierungskursen im Bereich der maritimen Industrie für sie da. Dank „Waves of Change“ können sie sichere und gut bezahlte Arbeit finden – und jede Menge neuen Mut tanken.

Ich habe gelernt, mein Leben besser in den Griff zu bekommen, mir Ziele zu setzen, selbstbewusster aufzutreten und mich besser auszudrücken.
Loyiso Absolvent am SIYP

Ein Leben am Rand der Gesellschaft

In den sogenannten „Townships“ leben hauptsächlich Schwarze. Wer in Kapstadt zu den nicht privilegierten, nicht weißen Menschen gehört, hat wenig Aussicht auf ein gutes und gesichertes Leben. Deshalb nennt man die „Cape Flats“ südöstlich vom Stadtzentrum auch „Müllkippe der Apartheid“.

Vergessen und verloren?

Wer in den Armenvierteln am Rand von Kapstadt aufwächst, hat keine guten Startbedingungen. Es fehlt an Infrastruktur, sozialen Einrichtungen und staatlichen Zuwendungen. In den Townships wachsen Kinder und Jugendliche in Armut und Unsicherheit auf. Der soziale Aufstieg ist für sie nahezu unmöglich. Nur wenige lernen richtig lesen und schreiben. Die meisten erlernen keinen Beruf. Aus armen Kindern werden arbeitslose Jugendliche.

Die gefährliche Sogwirkung der Townships

Jugendliche aus den Townships geraten schnell in die Spirale aus Drogenmissbrauch, Kriminalität und Gewalt. Wer einmal Mitglied einer Gang geworden ist und eine Zeit hinter Gittern saß, der findet kaum einen Weg zurück. Ohne einen Schulabschluss und berufliche Kompetenzen haben sie keine Chance auf dem Arbeitsmarkt. 87% der aus dem Gefängnis entlassenen Jugendlichen fallen zurück in alte Muster und das Leben in der Gang.

Wir können die Gangs nicht bekämpfen, aber wir können und müssen eine Alternative bieten!
Father Pat Naughton SDB Einrichtungsleiter SIYP

„Waves of Change“

Mit dem Programm „Waves of Change“ ist Don Bosco für entkoppelte Jugendliche da. Ein passender Name, denn das Leben benachteiligter Jugendlicher wird durch eine maritime Grundausbildung und Arbeitsvermittlung zum Guten gewendet, nach und nach und unermüdlich – so wie Wellen. Das Projekt ist speziell auf die sozialen Herausforderungen und den Arbeitsmarkt vor Ort abgestimmt. So erhalten gestrandete junge Menschen eine zweite Chance im Leben!

Der Don Bosco-Rettungsring

Mit dem niedrigschwelligen Angeboten des „Waves of Change“-Programms durchbricht Don Bosco den Teufelskreis aus Armut, Gewalt und Jugendkriminalität. Die Idee ist simpel: Entkoppelte Jugendliche werden auf eine Arbeit in der maritimen Industrie vorbereitet. Denn der Hafen von Kapstadt liegt ganz in der Nähe des „Salesian Institute Youth Project“ (SIYP). Im Hafen und auf See gibt es immer genug Jobs, auch für Menschen mit geringer Grundbildung.

Ganzheitliche Bildung…

Je Ausbildungsjahr lernen 200 junge Erwachsene zwischen 18 und 35 Jahren grundlegende Fertigkeiten für den maritimen Arbeitsmarkt. Dazu gehören auch Erste-Hilfe-Schulungen und Sicherheitstrainings. Neben den praktischen Fertigkeiten vermittelt Don Bosco Soft Skills. Ein kollegiales und verantwortungsvolles Verhalten, Selbstvertrauen und Teamgeist sind wichtige soziale Kompetenzen, die auf dem Arbeitsmarkt gesucht werden.

…für eine gelungene berufliche Eingliederung

Nach der Ausbildung erhalten die Absolventinnen und Absolventen ihren offiziellen Seeleuteausweis. Auf sie wartet ein sicherer und gut bezahlter Job – und damit die Chance auf Eigenständigkeit und ein selbstbestimmtes Leben.

Niemanden allein lassen

Bei Fragen oder Problemen können sich die Auszubildenden immer an den Don Bosco „Help Desk“ wenden. Dort erhalten sie praktische Hilfe bei Beantragung von Papieren, bei der Jobsuche und –vermittlung und beim Schreiben von Bewerbungen.

Die frisch gebackenen Seeleute werden auch nach der Ausbildung weiter begleitet. Der „Help Desk“ kontaktiert sie monatlich, später halbjährlich und dann jährlich, um ihre Entwicklung im Auge zu behalten. „Waves of Change“ ist ein starkes Netz mit doppeltem Boden, das entkoppelte junge Menschen auffängt und ihnen den Weg zurück in die Gesellschaft ebnet.

Spenderservice Don Bosco Mondo

Noch Fragen? Wir sind gerne für dich da!

Miriam Zöller und Andrea Schorn Spenderservice

02285396545
info(at)don-bosco-mondo.de