Mädchen am Schreibtisch

Don Bosco Mondo e.V. feiert 40. Jubiläum

Bonn, 1. September 2021 – Seit 1980 setzt sich die Bonner Nichtregierungsorganisation Don Bosco Mondo e.V. für benachteiligte Kinder und Jugendliche ein. In Afrika, Asien und Lateinamerika bekommen sie durch ganzheitliche schulische und berufliche Bildung eine neue Chance auf ein eigenständiges Leben in Würde. Im Jubiläumsjahr plus eins wird im Kinderdorf Makululu in Sambia ein neues Wohnhaus für Straßenkinder gebaut. Langjährige Wegbegleiter und Kooperationspartner würdigt der Verein mit der Aktion „40 Jahre – 40 Stimmen“. 

Kinderdorf Makululu – eine Oase der Hoffnung

Rund 750.000 Kinder und Jugendliche arbeiten, schlafen und leben auf den Straßen der Großstädte Sambias. Auch im Slum Makululu der Stadt Kabwe. Hierhin flüchten junge Menschen vor Gewalt und Armut oder sind auf der Suche nach Arbeit. Sie besuchen keine Schule und haben kaum eine Chance, ihr Leben zu verbessern. In der größten Elendssiedlung Sambias betreiben die Projektpartner des Bonner Vereins, die Salesianer Don Boscos, ein Kinderdorf. Eine Schule, ein Jugendzentrum und zwei Wohnhäuser sind das neue Zuhause für 90 Kinder, die keine Eltern mehr haben. Nun soll hier ein weiteres Wohnhaus als erste Aufnahmestelle für zehn ehemalige Straßenkinder entstehen. Hier bekommen sie die therapeutische Betreuung und eine sichere Basis, die sie brauchen, um ihren Weg zurück ins Leben zu finden. Den Bau dieses Hauses zu finanzieren, ist das Ziel, das sich Don Bosco Mondo im Rahmen seiner Jubiläumskampagne gesetzt hat. 

Gemeinsam. Zukunft. Machen!

„Dieses Wohnhaus an diesem Ort ist Sinnbild für unser Tun: Kindern am Rande der Gesellschaft ein Zuhause und damit Zukunft zu geben. Wir sind dankbar und stolz, dass wir dabei seit nun 41 Jahren auf ein stabiles Netzwerk aus Engagierten – Partnern, Gebern, Institutionen und guten Geistern – bauen können.“, skizziert Silvia Cromm, Geschäftsführung Programme & Projekte, den Kern der Jubiläumsaktion. Rund um das Motto Gemeinsam. Zukunft. Machen! werden ab dem 4. September auf der Website des Vereins sowie in den Sozialen Medien Menschen, Geschichten und Geschafftes gewürdigt. Der 4. September 1980 ist das Gründungsdatum des Vereins. Die Feierlichkeiten zum echten „runden“ Geburtstag wurden aufgrund der Corona-Pandemie und ihrer verheerenden Auswirkungen in den Projektländern auf 2021 verlegt.

40 Jahre – 40 Stimmen

Langjährige Wegbegleiter, Mitarbeitende und Projektpartner stehen mit ihren Antworten in der Aktion „40 Jahre – 40 Stimmen“ stellvertretend für die große Bandbreite des persönlichen Engagements und der Überzeugungen, die die Förderung der gut 2.900 Projekte in den 40 Jahren erst möglich gemacht haben.
Zu den Machern und herausragenden Persönlichkeiten gehören Jürgen von Danwitz und Manfred Peter. Für ihr langjähriges und vielseitiges Engagement wurde ihnen die Ehrenmitgliedschaft im Verein verliehen. Von Danwitz hat in den 1970er Jahren den Bau der Pfarrgemeinde St. Winfried im Bonner Regierungsviertel vorangetrieben. Er gründete 1980 den Förderverein „Jugend Dritte Welt – Verein der Freunde und Förderer der Missionsprokur der Salesianer Don Boscos in Bonn – Verein der Freunde St. Winfrieds“ mit, der seit 2012 unter dem Namen Don Bosco Mondo e.V. arbeitet. Bis heute ist er aktiver Beisitzer im Vorstand, dessen Vorsitz er lange Jahre innehatte. Manfred Peter begleitet den Verein seit 2003 als Vorstandsmitglied und Schatzmeister. 

Seit 1980 setzt sich der Bonner Verein zusammen mit den Projektpartnern, den Salesianern Don Boscos und den Don Bosco Schwestern, für Straßenkinder, ehemalige Kindersoldaten, Waisen und Kinderarbeiter ein. Zahlreiche Kooperationspartner und Engagierte in Deutschland unterstützen den Verein und schaffen so die finanziellen Ressourcen, um die Arbeit der Projektpartner vor Ort zu realisieren. Dazu gehören private Spendende, institutionelle Förderer, staatliche Geber, Vereine, Stiftungen, Kammern, Verbände und Unternehmen. So konnten bis heute 2.900 Projekte in 113 Ländern realisiert werden. Mehr als 13 Millionen Kinder und Jugendliche wurden dadurch Chancen für ein neues, selbstbestimmtes Leben eröffnet.