Verheerende Feuersbrunst macht tausende Menschen obdachlos

Tausende Menschen haben ihr Hab und Gut verloren – helfen wir ihnen in der Not!

Tausende Menschen haben Hab und Gut verloren

Das Feuer brauchte am 24. März 2021 nur wenige Stunden, um hunderte Häuser zu zerstören und tausende Menschen obdachlos zu machen. Denn im Slum Susan`s Bay in der Hauptstadt Freetown leben geschätzt 15.000 Menschen eng gedrängt. Meist ist ihr Zuhause eher eine Hütte, als ein Haus. Zusammengezimmert aus Wellblech, mit provisorisch verlegten elektrischen Leitungen und offenen Feuerstellen. Es ist eng. Die Straßen schmale Wege. Für Rettungsmaßnahmen ein Alptraum. Das Feuer konnte ungehindert wüten und Leben zerstören. Kinder irrten in dem Chaos umher und verloren den Kontakt zu ihren Eltern.

Hilf den Menschen in Not!

Don Bosco handelt schnell und hilft langfristig

Pater Jorge und sein Team von Don Bosco Fambul waren selbst nicht betroffen und leiteten sofort die Nothilfemaßnahmen ein: Sie leisteten mit anderen Hilfsorganisationen erste Hilfe mit medizinischer Versorgung, Decken, Zelten, Planen, Kleidung, Trinkwasser und Nahrung für die knapp 7.000 Menschen, die den Flammen entronnen sind. Diese haben Hab und Gut verloren und stehen nun im wahrsten Sinn auf der Straße. Don Bosco bleibt an ihrer Seite und versorgt sie weiter mit täglichen Mahlzeiten und Hygieneartikeln, bietet psychologische Hilfe und Übernachtungsmöglichkeiten an.

Momentan wird die Situation in Susan's Bay chaotischer. Die Regierung erlaubt den Menschen nicht, feste Häuser auf dem Gelände zu bauen und das kurz vor der Regenzeit. 7.000 Menschen sind daher weiterhin in Zelten untergebracht. Andere NGOs ziehen sich langsam aus dem verbrannten Slum zurück und auch Lebensmittel werden nicht mehr von ihnen verteilt. Das Drama beginnt.

"Wenn alle weg sind, werden wir weiter die Hilfe leisten, die die Menschen brauchen und für sie da sein", so Pater Jorge. Die Salesianer Don Boscos und ihre Mitarbeitenden bleiben im Kontakt zu den Menschen in den Slum, vor allem zu den Kindern und Jugendlichen und verteilen weiter Lebensmittel, Kleidung und Hygieneartikel.

Halt und Stärke geben

Während der Regenzeit wird Don Bosco 150 Menschen in Don Bosco Zentrum Fambul ein Dach über dem Kopf bieten. Darunter 20 werdende oder stillende Mütter, 60 Kinder unter 18 Jahren und 50 junge Erwachsene. Bei Don Bosco können die Kinder wieder spielen und lernen und die Erwachsenen durch Kurse und Workshops ihre Stärke und Lebensmut zurückgewinnen.

Pater Jorge und sein Team von Don Bosco Fambul helfen diesen in Not geratenen Menschen zusätzlich zu ihrer täglichen Arbeit mit hunderten benachteiligten Kindern und Jugendlichen und den aktuellen Herausforderungen durch die Corona-Pandemie – helfen wir ihnen dabei!

Wir verschließen niemals die Augen vor Situationen, in denen Kinder hilflos zurückgelassen werden - egal wie anstrengend das für uns sein mag.
Pater Jorge Crisafulli SDB, Direktor Don Bosco Fambul

Don Bosco in Sierra Leone

Seit 1998 ist Don Bosco in Sierra Leone eine vertrauensvolle Anlaufstelle für Slumbewohner, Knastkinder, Arme, Hungernde, Kinderprostituierte, Ebolawaisen und Straßenkinder. Ihnen hilft Don Bosco mit Betreuungs- und Rehabilitationsangeboten, Bildung, Ausbildung und viel Menschlichkeit.

Susan's Bay ist eine vorgelagerte Slumsiedlung mit knapp 15.000 Einwohnern. Sie ist eine der größten und bevölkerungsreichsten Slumsiedlungen in Sierra Leone. Sie liegt am Atlantischen Ozean. Am Rande des historischen Zentrums von Freetown, der Hauptstadt von Sierra Leone. Es ist ein überfüllter Slum, in dem Tausende von armen Familien, meist Fischer und Kleinhändler leben. Die Menschen, die hier leben,  sind gezwungen, in überfüllten und unhygienischen Verhältnissen zu leben. Ohne Zugang zu Straßen, Gesundheitsversorgung, Schulen, Wasser und sanitären Einrichtungen. Diese Siedlung besteht schon seit der Kolonialzeit, ist aber seither stark gewachsen.
In den eng beieinander liegenden Häusern ist die Gefahr, dass ein Feuer ausbricht, stets hoch. Überbelegung, Ausschluss von der Stadtplanung und räumliche Ungleichheit schaffen Probleme für die Versorgung und den Zugang zu Notdiensten. Wenn es zu einer Katastrophe kommt, sind die Verluste an Menschenleben, Verletzungen und Schäden an Eigentum und Lebensgrundlagen in dieser Slumgemeinschaft daher immer hoch.