Hunger – die Not der Kinder auf Madagaskar

Don Bosco sorgt mit Schulspeisungen für Kraft und Zuversicht.

250 Portionen Zuversicht am Tag

Pünktlich um 12.30 Uhr strömt Hanitra* mit rund 250 anderen Schulkindern in den Speisesaal des Don Bosco Zentrums. Begeistert futtert sie sich durch den Teller mit Reis und frischem Gemüse. Das ist oft ihre einzige warme Mahlzeit am Tag. Denn die Eltern der Neunjährigen können die Familie kaum über Wasser halten. Ihr kleiner Bauernhof wirft immer weniger ab. Die zunehmenden Wetterextreme zerstören die kargen Ernten. Hanitras Vater verdient etwas als Tagelöhner dazu. Doch durch die Einschränkungen der Corona-Pandemie findet er kaum Arbeit. Alle hungern. Diese ständige Mangel- und Unterernährung hat besonders für die Kinder schlimme Folgen. Ihre Entwicklung ist verzögert, sie sind oft krank und häufig zu schwach, um in der Schule gut lernen zu können. Und genau hier hilft Don Bosco.

Helfen, damit Kinder wachsen

Täglich gehen die Don Bosco Streetworker durch die unbefestigten Straßen von Ankofafa, dem ärmsten Viertel der Stadt Fianarantsoa. Sie besuchen hier die Familien und erklären, dass die Kinder zur Schule gehen und nicht auf den Feldern oder auf andere Art zum Familieneinkommen beitragen sollen. Die Eltern wissen das. Doch viele brauchen die Arbeitskraft ihrer Kinder, um über die Runden zu kommen. Das unschlagbare Argument der Don Bosco Teams für den Schulbesuch ist die tägliche Schulspeisung. Jeden Tag gibt es hier einen Teller mit Reis und frischem Gemüse. Und manchmal sogar Fisch!

Mit Stolz den Kochlöffel schwingen

Schon seit dem frühen Morgen hat eine Gruppe von Eltern dafür gesorgt, dass die Mahlzeit rechtzeitig fertig ist. Gemüse putzen, den Holzofen anheizen – hier ist Eigeninitiative gefragt. In Madagaskar ist es üblich, Schulgeld zu verlangen. Bei Don Bosco ist es ein monatlicher Beitrag von 400 Ariary. Das sind umgerechnet etwa zehn Cent. Aber für viele der ärmsten Familien ist auch diese Summe noch zu hoch. Stattdessen helfen sie in der Küche, reparieren Spielgeräte oder putzen die Klassenräume. Auch die Eltern sind froh und dankbar für die Schulspeisung. Sie nimmt ihnen die Sorge, wie sie ihre Töchter und Söhne satt bekommen sollen. Und sie sehen täglich, wie ihre Kinder durch die Mahlzeiten aufblühen und aufmerksam dem Unterricht folgen – auch dank ihrer eigenen Mithilfe!

Hanitra hat sich noch einen Nachschlag gesichert. Auch den Beutel mit Grundnahrungsmitteln für ihre Familie hat sie schon neben sich stehen. Jetzt aber flott in die nächste Stunde. Rechnen steht auf dem Stundenplan. Das macht Hanitra großen Spaß. Vor allem gut gesättigt! Sie möchte einmal Lehrerin werden – und das wird sie dank unserer gemeinsamen Hilfe auch schaffen!

"Hidden Hunger" – Verborgener Hunger auf Madagaskar

Mit „Hidden Hunger“ – verborgener Hunger – bezeichnet man die Mangel- und Unterernährung. Davon ist fast die Hälfte aller Kinder in Madagaskar betroffen. Verborgener Hunger geht mit vielen Störungen der geistigen und körperlichen Entwicklung einher. Und er schwächt die Körper der Kleinen und macht sie anfällig für weitere Krankheiten

  • Armut, Ernteausfälle und Corona stürzen die Menschen auf Madagaskar in große Not. 
  • Mehr als 90 Prozent der Einwohner von Madagaskar leben unterhalb der Armutsgrenze.
  • Die Bevölkerung leidet unter einer der größten Hungersnöte des Landes.
  • Über 500.000 Kinder unter 5 Jahren sind von akuter Mangelernährung betroffen.

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