„Navajeevana” bedeutet: neues Leben

Mädchen in Indien sind Menschen zweiter Klasse. Viele fliehen vor Gewalt und MIssbrauch auf die Straßen der Großstädte.

Vom Regen in die Traufe

Mädchen in Indien sind Menschen zweiter Klasse: Sie sind eine finanzielle Belastung für ihre Familien und werden missachtet. Viele werden noch im Mädchenalter verheiratet, sind Opfer von Gewalt oder leben unter sklavenartigen Zuständen.

Fliehen diese Mädchen aus ihrem grausamen Alltag, landen sie auf den Straßen der Großstädte – und damit vom Regen in die Traufe. Hier halten sie sich mit kleinen Diensten, Betteln oder Diebstählen über Wasser und sind dabei in der ständigen Gefahr, geschlagen oder vergewaltigt zu werden. Andere Mädchen haben ihre Eltern und damit ihr Zuhause verloren. Auch sie irren allein und schutzlos durch die Straßen. Um ihnen – den Straßenkindern und ehemaligen Kinderarbeiterinnen – zu helfen, haben die Don Bosco Schwestern 2008 in Secunderabad das Schutzhaus und Wohnheim Navajeevana aufgebaut. Ganz dem Namen des Zentrums nach, bieten sie den Mädchen und jungen Frauen genau das, auf was sie am meisten hoffen: ein neues Leben.

Hier bei den Don Bosco Schwestern entdecken wir erst unsere versteckten und von Gott gegebenen Talente!
Rakuna, 16 Jahre Schülerin in Navajeevana

Ein neues Leben im Schutzhaus

Wenn die Mädchen auf der Straße Glück haben, werden sie von Sozialarbeitern oder der Polizei aufgegriffen und zu den Don Bosco Schwestern gebracht. Manchmal bringen Verwandte sie als letzte Möglichkeit hier unter. Rund 80 Mädchen zwischen sieben und 18 Jahren werden in dem Zentrum jährlich betreut. Sie finden hier zuallererst Schutz vor den Gefahren der Straße, eine warme Mahlzeit und offene Arme. Sie sind hier in Sicherheit und werden behutsam an einen geregelten Alltag herangeführt. Die jüngsten Bewohnerinnen dieses Zufluchtsortes werden im Haus unterrichtet, die älteren gehen in externe Schulen. Die Mädchen können hier auch eine Ausbildung machen. Viele von ihnen sind durch ihr Leben auf der Straße traumatisiert und bekommen psychologische Hilfe. Darum kümmern sich die Therapeuten im Stab der Lehrenden, Betreuenden und medizinischen Helfer, der die Don Bosco Schwestern unterstützt. Denn wie in allen Don Bosco Einrichtungen, bekommen die Schwächsten der Gesellschaft hier eine ganzheitliche Betreuung, damit sie den Weg zurück in die Gemeinschaft finden. Neben der regulären Schul- und Berufsbildung wird regelmäßig getanzt, musiziert und Sport getrieben. Ausflüge, spielerische Wettkämpfe, arbeiten in Teams und kreative Freizeitgestaltung wecken und formen die sozialen Kompetenzen. Ganz nebenbei stärken die Mädchen ihr Selbstbewusstsein, lernen, dass auch ihr Leben zählt und sich durchzusetzen – so gerüstet starten sie hier wortwörtlich in ein neues, selbstbestimmtes Leben.

Deine Spende hilft

Swathi (21 Jahre)

Mein Vater starb, als ich noch klein war. Schon damals war meine Mutter schwer psychisch krank und hat mich, ihre einzige Tochter, nicht mehr erkannt. Ich flüchtete mich auf die Straße, wusste nicht wohin und ließ mich treiben. Ich bettelte, um zu Überleben und habe dabei Schreckliches erlebt. Zum Glück haben mich Sozialarbeiter aufgegriffen und mich zu den Don Bosco Schwestern gebracht. Hier lernte ich eine neue Welt kennen: Ich hatte mein eigenes Bett und durfte zur Schule gehen! Lernen wurde meine große Leidenschaft und ich habe nach meinem Schulabschluss eine Ausbildung abgeschlossen. Seit einigen Jahren arbeite ich als Sekretärin hier in Secunderabad – davon hätte ich als Kind niemals zu träumen gewagt!  

Miriam Zoeller und Andrea Schorn Spenderservice

Noch Fragen? Wir sind gerne für dich da!

Miriam Zöller und Andrea Schorn Spenderservice

02285396545
info(at)don-bosco-mondo.de