Unsere Themen

Don Bosco Mondo fokussiert sich im Kampf gegen Armut auf Bildung und Ausbildung als Schlüssel für Entwicklung.
Wir arbeiten dabei eng mit den Salesianern Don Boscos und den Don Bosco Schwestern zusammen.

Damit die Zukunft gelingt: Berufliche Bildung

Damit die Zukunft gelingt: Berufliche Bildung

Don Bosco Mondo ist Deutschlands einzige Fachorganisation für Berufsbildung in der internationalen Entwicklungszusammenarbeit. Denn wir sind überzeugt davon, dass berufliche Bildung der Schlüssel zu guter Arbeit und menschenwürdigem Leben ist. Gute Berufsbildung gibt jungen Menschen Lebensperspektive. Gute Berufsbildung wird nicht an Zertifikaten oder Noten erkennbar, sondern daran, dass sie menschenwürdige Arbeit und Einkommen ermöglicht. In einer motivierenden und begeisternden Atmosphäre vermittelt gute Berufsbildung Stolz und Liebe zum Beruf und stärkt das Selbstvertrauen der Lehrlinge. Wir richten unsere ganze Kraft daher darauf, starker Partner in der beruflichen Bildung für die Salesianer Don Boscos und die Don Bosco Schwestern zu sein. Wir unterstützen sie bei Management, Lehrerausbildung, Curricula-Entwicklung, nachhaltiger Finanzierung, externer Beratung, E-Learning, Arbeitsvermittlung und Qualitätssicherung. Dafür suchen wir Kooperationen mit der Wirtschaft, den Handelskammern und staatlichen Institutionen und stellen uns konzeptionell auf. Seit 2016 werden wir dabei vom Fachbeirat Berufliche Bildung unterstützt, der sich aus Experten aus Unternehmen, Zivilgesellschaft und Wissenschaft zusammensetzt.

Bildung überwindet mehr als Armut

Bildung überwindet mehr als Armut

Die Altersgruppe der 15- bis 24-Jährigen in den am wenigsten entwickelten Ländern wird bis 2050 auf 300 Millionen anwachsen (UNCTAD - 2010: 168 Millionen). Alle jungen Menschen benötigen Erziehung, Bildung und Arbeitschancen, um eine Perspektive für ihr Leben zu entwickeln. Niemand darf zurückbleiben.

Wir begleiten mit unseren Partnern, den Salesianern Don Boscos und den Don Bosco Schwestern, Kinder und Jugendliche auf ihrem gesamten Bildungsweg, bis sie wirtschaftlich selbständig und sozial gefestigt sind durch:

  • Vorschulförderung
  • Alphabetisierung
  • Brückenkurse zur Wiedereinschulung
  • Förderunterricht für gefährdete Schülerinnen und Schüler
  • Grundschulen und Sekundarschulen
  • Stipendien
  • Studium

Krisenerprobte Nothilfe und Wiederaufbau

Krisenerprobte Nothilfe und Wiederaufbau

Wo Menschen durch Kriege oder Katastrophen in Not geraten, helfen wir schnell und zielgenau. Wir können uns dabei auf die etablierten Strukturen der Salesianer Don Boscos und der Don Bosco Schwestern vor Ort verlassen. Sie sind in den ärmsten Ländern der Welt verwurzelt, ortskundig, anerkannt und sehr gut vernetzt. Sie werden nicht gebremst durch Sprachbarrieren, kulturelle Hemmschwellen oder bürokratische Hürden. Im Fall von Naturkatastrophen, Epidemien oder Krieg sind sie vor Ort und werden sofort aktiv. Schon in der akuten Hilfe zum Überleben, werden nachhaltige Wiederaufbaumaßnahmen mitgedacht. Nahtlos geht die Nothilfe so in den Wiederaufbau über, der die Betroffenen wieder zum eigenständigen Leben in Würde befähigt.

Engagement für Menschenrechte

Engagement für Menschenrechte

Don Bosco Mondo versteht sich als Anwalt und Fürsprecher benachteiligter Kinder und Jugendlicher weltweit. Wir wollen sie schützen vor Gewalt, Ausbeutung, Kriminalisierung und bitterer Armut. Und da Kinderrechte Menschenrechte sind, berufen wir uns dabei auf die internationale Menschenrechtscharta. Nur Kinder und Jugendliche, die ihre Rechte kennen und sich dafür einsetzen, sind in der Lage, ihr Leben zu verbessern – dauerhaft. In Deutschland und Europa begeistern wir mit entwicklungspolitischer Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit Menschen für dieses Engagement. Damit unterstützen wir weltweit im Verbund mit Projekt- und Kooperationspartnern, Entscheidungsträgern, Handelskammern, Stakeholdern und Förderern junge Menschen bei der Einforderung ihrer Rechte. So können politische, ökonomische und kulturelle Realitäten und Strukturen nachhaltig positiv verändert werden. Verleihen Sie mit Ihrem Engagement der Stimme im Kampf für Menschenrechte mehr Gewicht.

Kampf gegen ausbeuterische Kinderarbeit

Mehr als 72 Millionen Kinder weltweit arbeiten unter ausbeuterischen und menschenunwürdigen Bedingungen. Ihre Chance auf Schul- und Ausbildung ist gleich Null und damit auch die Möglichkeit jeder Form von Ausbeutung aus eigener Kraft zu entkommen. Kinderarbeit generell zu verbieten, wäre jedoch zu kurz gedacht. Die entscheidende Frage lautet: Wann endet die Mithilfe von Kindern zur Existenzsicherung der Familie, wann beginnt ausbeuterische Kinderarbeit?

Zwischen Mithilfe und Ausbeutung

Ob in Minen, Steinbrüchen, auf Feldern und Plantagen, als Haushaltshilfen oder in der langen Lieferkette der globalen Textilindustrie – Kinderarbeit hat viele Gesichter. Andere Kinder arbeiten unter besseren Bedingungen, sie helfen ihren Eltern auf den Feldern und beim Verkauf von Waren auf dem Markt. Anschließend besuchen sie die Schule.

Kinderarbeit generell zu verbieten, wäre jedoch zu kurz gedacht: Denn viele Kinder und Jugendliche weltweit arbeiten im Haushalt, auf den Feldern oder in Fabriken, weil ihre Familien auf ihre Mithilfe angewiesen sind, um das Überleben der Familie zu sichern. Ihnen die Arbeit zu verbieten, würde in den meisten Fällen nur dazu führen, dass sie sich woanders eine neue Beschäftigung unter noch widrigeren Umständen suchen.

Vielmehr gilt es, strukturelle Veränderungen zu erwirken. Politiker, Eltern, Mädchen und Jungen müssen über Kinderrechte aufgeklärt und für deren Einhaltung sensibilisiert werden. Konkret bedeutet das für Familien, in denen Kinder mithelfen müssen und nicht zur Schule gehen können, dass Eltern und erwachsene Familienmitglieder besser bezahlt werden müssen. Auch Kleinbauern sind darauf angewiesen, dass für die aufgewandte Arbeit zur Erzeugung ihrer Produkte faire Preise gezahlt werden.

Nur wenn Eltern ein existenzsicherndes Einkommen erwirtschaften, können ihre Kinder zur Schule gehen statt zum Familieneinkommen beitragen zu müssen. Nur so bekommen Mädchen und Jungen eine echte Chance auf einen Schulabschluss und Ausbildungsmöglichkeiten, die sie im Anschluss befähigen einen Job zu finden, der ihnen und ihren Familien ein menschenwürdiges Leben ermöglicht.

Indien: Nein zu Ausbeutung!

Mit Kinderrechtsclubs und Lobbyarbeit zu mehr Kindesschutz und gegen Ausbeutung von Kinderarbeitern in Indien.

Die am 20. November 1989 von den Vereinten Nationen verabschiedete Kinderrechtskonvention war ein Meilenstein, um Anliegen von Kindern auf globaler und staatlicher Ebene in den Fokus zu rücken und dafür stärker einzutreten. Durch die Konvention wurden weltweit Maßnahmen für die Realisierung und Umsetzung von Kinderrechten ergriffen. Große Erfolge konnten bereits in der Gesetzgebung vieler Ländern in der Verbesserung beim Zugang zu Bildung und Gesundheit und im Hinblick auf die Überlebenschancen von Kindern erzielt werden.

Dennoch sind vor allem in Entwicklungs- und Schwellenländern noch Defizite bei der Umsetzung von Kinderrechten zu beobachten, so auch in Indien. Zwar sind notwendige Gesetze und Regeln formal verabschiedet, das Thema in der Verfassung verankert und damit alle legalen Voraussetzungen für einen gelebten Kindesschutz erfüllt, doch die Realität ist eine andere. Es mangelt konkret an Initiativen der Umsetzung und Einhaltung von Kinderrechten. Besonders für marginalisiert und benachteiligte Kinder und Jugendliche in Indien ist die Situation weiterhin besorgniserregend.

Don Bosco verschafft jungen Menschen in Indien Gehör und sensibilisiert Eltern, Familien, Behörden und Schulen für das Thema Kinderrechte. Ziel ist es, jede Form der Ausbeutung von Kindern und Jugendlichen abzuschaffen. In Kinderrechtsclubs werden sie über ihre Rechte aufgeklärt. Minderjährige Mädchen und junge Frauen, denen eine Zwangsheirat droht, bekommen schnelle Hilfe, Schutz und den Zugang zu Bildungsangeboten. Für ein Leben in Würde und Fülle.

Straßenkinder - Niemand wird zurückgelassen

Straßenkinder - Niemand wird zurückgelassen

Wir unterstützen den mehrstufigen Ansatz der Salesianer Don Boscos und der Don Bosco Schwestern, der Straßenkinder behutsam in ein normales Leben zurückführt: Vom Erstkontakt auf der Straße über Heime bis zur eigenständigen Lebensführung. In den offenen Einrichtungen finden die Kinder und Jugendlichen, die auf der Straße oder anderen Risikosituationen leben, Schutz und können Vertrauen fassen. Sie werden auf dem gesamten Weg bis zur Wiedereingliederung in ihre Herkunftsfamilie, in eine Pflegefamilie oder in ein Wohnheim begleitet. Wo immer es möglich ist, engagieren wir uns auch in der Prävention, zum Beispiel mit der Beratung von alleinstehenden Müttern, dem Aufbau von Kinderkrippen und weiteren Angeboten, die verhindern, dass Kinder auf der Straße landen.

Ländliche Entwicklung und Ernährungssicherung

Hunger und Mangelernährung

Noch immer hungern weltweit knapp 800 Millionen Menschen. Zwei Milliarden leiden unter Mangelernährung. Damit markiert Hunger das größte Gesundheitsrisiko und zudem eines der größten Entwicklungshemmnisse.

Dabei werden weltweit genügend Nahrungsmittel produziert, um alle Menschen zu ernähren. Theoretisch. Das Problem ist die ungleiche Nahrungsverteilung: Die meisten Betroffenen leben in Süd- und Südostasien. Der Anteil der Hungernden an der Bevölkerung ist in Afrika südlich der Sahara am größten: fast jeder vierte Mensch leidet Hunger.

Hunger und Ausgrenzung auf dem Land

Hunger ist vor allem ein ländliches Phänomen: Rund 70 Prozent der hungernden Menschen leben auf dem Land. Sie sind zu arm, um (gesundes) Essen zu kaufen oder in ihrer Region mangelt es an bezahlbaren Lebensmitteln. Das was Kleinbauernfamilien erwirtschaften, reicht oft kaum zum Überleben.  Treten politische Krisen, gewaltsame Konflikte, Naturkatastrophen und/oder Epidemien auf, wird ihr Bestreben um ein Auskommen mit dem Allernötigsten zum Überlebenskampf ohne Zukunftsperspektive. Die Folgen des Klimawandels, übernutzte natürliche Ressourcen und einseitige, kurzfristig angelegte Landwirtschaftsmethoden entziehen ihnen im verstärkten Maße ihrer Lebensgrundlage.

Zudem nehmen Menschenrechtsverletzungen und Diskriminierungen gegenüber ländlichen Bevölkerungsgruppen zu, die rund 2 Milliarden Menschen der Weltbevölkerung ausmachen –  Kleinbäuerinnen und -bauern und andere Menschen, die in ländlichen Regionen leben und arbeiten. Sie alle sind überproportional von Hunger, Armut und Vertreibung betroffen. Dabei sind sie es, die 80 Prozent der Weltbevölkerung ernähren.

Auf dem Weg zur UN-Erklärung für Kleinbauern und -bäuerinnen

Mit der geplanten UN-Erklärung zur Stärkung der Rechte von Kleinbauern und Kleinbäuerinnen soll sich die Lage der Menschen auf dem Land entscheidend verbessern. Sie wird voraussichtlich im Juni 2018 im Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen verabschiedet. Bis zu ihrer endgültigen Abstimmung im Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen im Juni 2018 bleibt jedoch noch viel zutun.

Erst kürzlich diskutierten vom 9. bis 13. April 2018 VertreterInnen von Regierungen, Kleinbauernverbänden, zivilgesellschaftlichen Organisationen und MenschenrechtlerInnen in Genf ein weiteres Mal über zentrale Inhalte der Erklärung. Ein großer Dämpfer ist bis dato die Haltung der EU und Deutschlands, das im Vorfeld auf EU-Ebene seine Position zur geplanten UN-Erklärung abgab und sich von der EU vertreten ließ. Die Arbeitsgemeinschaft für ländliche Entwicklung e.V., Brot für die Welt, Oxfam, Welthungerhilfe  uvm. haben den aktuellen Stand der Verhandlungen in einer gemeinsamen Stellungnahme zusammengefasst und bewertet.

Im Ergebnis wurden alle Rechtsneuerungen, welche Kleinbauern und Kleinbäuerinnen gegenüber anderen Gruppen besondere Rechte und Schutz ermöglicht hätten, von der EU-Vertretung systematisch abgelehnt. Dabei sei es immens wichtig,  Kleinbauern und -bäuerinnen Kollektivrechte zuzusichern, sowie das Recht auf Ernährungssouveränität zu stärken.

Deutschland bzw. die Bundesregierung sollte auf dem Weg zu einer solidarischen Weltgemeinschaft (und vor dem Hintergrund, dass Landwirtschaft in Deutschland nur noch eine untergeordnete wirtschaftliche Bedeutung hat) insbesondere für die Rechtewahrung von Kleinbauern und -bäuerinnen eintreten. Nur wenn niemand im ländlichen Raum vergessen wird, kann Armut und Ungleichheit gemindert werden.

Don Bosco bildet Kinder und Jugendliche auf dem Land aus

Für Don Bosco ist Bildung der Schlüssel und Beitrag zur Stärkung von Kleinbauernfamilien in ländlichen, oftmals entlegenen Regionen. Indem Don Bosco Kinder und Jugendliche und ihre Familien durch Schulunterricht und landwirtschaftliche Bildungsangebote unterstützt, entwickeln sich ländliche Räume weiter und geben jungen Menschen eine Zukunftsperspektive und die Chance auf ein sicheres Einkommen und menschenwürdige Arbeit in ihrer Heimat.

Durch landwirtschaftliche Trainings zu nachhaltigen und produktiven Anbaumethoden, Wissen über Viehzucht und kaufmännisches Know-How werden die Rechte der Kleinbauern und -bäuerinnen kollektiv gestärkt. Begleitet durch Gesundheitsmaßnahmen und medizinische Versorgung sowie Investitionen in Infrastrukturen können Hunger, Mangelernährung und Armut auf dem Land erfolgreich gemindert und dauerhaft bekämpft werden.

Nutzgärten und Berufsbildung gegen Hunger und Armut in den Bergen Nordostindiens

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In den abgelegenen Bergdörfern in den Jaintia Hills in Nordostindien sind viele Kinder mangelernährt. Don Bosco hilft in drei Dörfern mit Nutzgärten, die zur Nahrungsmittelsicherheit und einer verbesserten Gesundheitssituation beitragen.

Im indischen Bundesstaat Meghalaya sind 55% der Kinder unter 5 Jahre unterentwickelt aufgrund mangelnder Ernährung. Aufgrund von Armut und Mangelernährung der Mütter bekommen Kinder  schon als Babies zu wenig Nährstoffe. Insbesondere Kinder und Familien in ländlichen Regionen sind betroffen.

Die Dörfer in der kargen und abgeschiedenen Bergregion der Jaintia Hills liegen im Kohlegürtel von Meghalaya. Den Dorfbewohnern mangelt es an Wissen über die Bedeutung einer ausgewogenen Ernährung und die Folgen von Mangelernährung für Kinder. Gemeinsam mit den Müttern richtet Don Bosco in drei Dörfern Nutzgärten ein.  Davon profitieren pro Dorf rund 25 Haushalte, in denen mindestens ein Kind von Mangelernährung betroffen ist.

Der Anbau von Ost und Gemüse trägt zur Ernährungssicherung bei und schafft gleichzeitig ein Bewusstsein für  eine gesunde und ausgewogene Ernährung. Darüber hinaus werden die Mütter in biologischen und nachhaltigen Anbaumethoden geschult, lernen, wie man kompostiert und Regenwasser zur Bewässerung der Gärten auffängt. In regelmäßigen Abständen werden die Dorfkinder medizinisch untersucht und betreut. Ist ein Kind schwer unterernährt, wird es durch Nahrungsergänzungsmittel sofort versorgt.

Nutzgärten Ländliche Entwicklung Don Bosco Bildung

Viele der Kinder in den drei Dörfern sind unterentwickelt infolge von Mangelernährung. Ihre Mütter werden im Rahmen des Projektes zu Kindergesundheit und gesunder Ernährung geschult.

Don Bosco legt gemeinsam mit den Müttern Nutzgärten an. Sie erhalten Trainings zu biologischer Landwirtschaft und bekommen u.a. das passende Saatgut, Schattennetze und Materialien für Zäune gestellt.

Schon bald wird das neue Don Bosco Ausbildungszentrum in Nongstoin fertig gestellt. Schon jetzt können interessierte Jugendliche "reinschnuppern" und bald mit landwirtschaftlichen Trainings beginnen.

In Nongstoin in den Khasi Hills bekämpft Don Bosco Armut durch berufliche und landwirtschaftliche Ausbildung für marginalisierte Jugendliche. Davon profitieren 965 junge Frauen und Männer zwischen 15 und 25 Jahren, denen in der Region der Zugang zu beruflicher Bildung verwehrt ist. Die Ausbildung verhilft den Mädchen und Jungen zu einem höheren Einkommen, das auch den ca. 8000 Familienangehörigen der Auszubildenden zugute kommt.

Aktuell wird ein neues Don Bosco Ausbildungszentrum in Nongstoin gebaut. Hier werden sich die Jugendlichen schon bald in non-formalen Ausbildungskursen Wissen in einem arbeitsmarktrelevanten Berufsfeld aneignen - neben der Landwirtschaft werden auch Kurse in Gastronomie, Tischlerei, Elektroinstallation, KfZ-Mechatronik uvm. angeboten. Darüber hinaus werden dezentrale landwirtschaftliche Trainings in den Dörfern der Projektregion durchgeführt. 

Diese Kenntnis und Fertigkeiten werden in der entlegenen Bergregion gebraucht und geben der jungen Landbevölkerung die Chance auf ein sicheres Einkommen zur Verbesserung ihrer Existenzgrundlage. So können sie sich und ihre Familien ausreichend versorgen und einen Weg aus der sozialen Ausgrenzung finden.

Bergregion Nordostindien Landwirtschaft Berufliche Bildung Don Bosco Salesianer Don Boscos

In der entlegenen Bergregion der Khasi Hills gibt es kaum Perspektiven für die junge Landbevölkerung. Schlecht ausgebildet, drängt sie auf den Arbeitsmarkt und findet oft nur schlecht bezahlte und prekäre Anstellungen im informellen Sektor.

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Mit Don Bosco bekommen die Jugendlichen Zugang zu beruflicher Bildung und später die Möglichkeit ausreichend Einkommen für sich und ihre Familie zu erwirtschaften.

Landwirtschaftliches Training zur Reintegration von Straßenkindern in Swasiland

Don Bosco Salesianer Don Boscos Straßenkinder Armutsbekämpfung Landwirtschaft berufliche Bildung Swasiland Manzini

Im landwirtschaftlichen Trainings-Centers werden ehemalige Straßenkinder ausgebildet. Damit können sie zukünftig ein eigenes Einkommen generieren und der Versuch gestartet werden, sie wieder in ihre Familien oder ihre Gemeinden zu reintegrieren.

In Swasiland leiden Familien unter Armut, HIV und AIDS sind weit verbreitet. Kinder und Jugendliche müssen oft ihre Familien verlassen, da das Geld nicht zur Versorgung aller reicht. Andere sind Vollwaisen ohne Ausbildung und Zukunftsperspektive. Viele von ihnen leben in den Townships der größten Stadt des Landes, am Rande von Manzini. 

Bildung und berufliche Ausbildung im Sinne von Hilfe zur beruflichen Selbstständigkeit werden als Schlüssel im Kampf gegen Armut und als Weg in eine selbstbestimmte Zukunft betrachtet. Daher hat Don Bosco ein neues Ausbildungszentrum in Manzini mit angeschlossenen Trainee-Unterkünften und einer Küche mit Speisesaal gebaut. Hier bekommen 150 ehemalige Straßenkinder landwirtschaftliche Trainingskurse. Sie erfahren alles über Pflanzenanbau, Imkerei oder Schweinezucht. Das sichert den Mädchen und Jungen zukünftig ausreichend Einkommen, um sich selbstständig zu versorgen. 

Oftmals scheitert die Reintegration von Straßenkindern an wirtschaftlichen Voraussetzungen. Durch die praktische und arbeitsmarktrelevante Ausbildung der Jungen und Mädchen, die anschließend befähigt sind, sich selbst ausreichend versorgen zu können, kann ihre Wiedereingliederung in die eigene Familie oder familienähnliche Strukturen in Gemeinden besser funktionieren.

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Die Reintegration von ehemaligen Straßenkindern scheitert oftmals an wirtschaftlichen Voraussetzungen. Mit der Ausbildung bei Don Bosco wird ihnen die Selbstständigkeit ermöglicht.

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Im Trainings-Center werden die Kinder und Jugendlichen in drei landwirtschaftlichen und einem kaufmännischen Bereich ausgebildet. Ihre fachlichen und sozialen Kompetenzen helfen ein eigenes Einkommen zu realisieren.

Nachhaltigkeit - für eine zukunftsfähige Entwicklung

Nachhaltigkeit - für eine zukunftsfähige Entwicklung

Wir unterstützen unsere Projektpartner, die Salesianer Don Boscos und die Don Bosco Schwestern beim Aufbau effizienter Strukturen: Wir fördern ihre nachhaltige Eigenfinanzierung bzw. die zuverlässige Finanzierung durch staatliche Strukturen und gewährleisten so die stabile wirtschaftliche Grundlage unserer Projekte. Immer mitgedacht werden ökologische Nachhaltigkeit und die inklusive Ausrichtung der Programme und Projekte.

Dazu gehören:

  • ganzheitliche Bildungsangebote
  • langfristig verlässliche Strukturen, da unsere Partner fest in der lokalen Zivilgesellschaft verankert sind
  • finanzielle Weitsicht
  • Einbezug aller örtlichen Ressourcen und Kenntnisse, die die Partizipation und Hilfe zur Selbsthilfe fördern
  • ökologisch nachhaltige Energieversorgung
  • inklusive Ausstattung und Zugang
  • Lobbyarbeit
  • kooperative Strukturen

Digitalisierung

Der digitale Wandel schreitet unentwegt voran und durchdringt alle gesellschaftlichen Lebensbereiche. Informations- und Kommunikationstechnologien wie Internet und Mobiltelefon verbreiten sich rasant – in Industrie- wie in Schwellen- und Entwicklungsländern. Sie stellen ein wichtiges Instrument dar, um öffentliche, private und zivilgesellschaftliche Akteure miteinander zu vernetzen – auch in entlegenen Regionen der Erde.

Digitalisierung

Der digitale Wandel birgt immenses Potential für Entwicklung und entsprechende Maßnahmen zur Erreichung der nachhaltigen Entwicklungsziele der 2030 Agenda. Gleichwohl entstehen durch ihn neue Herausforderungen.

Digitalisierung Berufliche Bildung 4.0 Industrielle Revolution

Digitalisierung verändert die Zukunft von Industrie und Arbeit: Produktionsweisen werden automatisiert, traditionelle Arbeitsplätze fallen vielerorts weg, aber auch neue entstehen. Berufsbilder und -Anforderungen wandeln sich.

Industrie 4.0 Automatisierung Digitalisierung

Einhergehend mit der Digitalisierung wird auch von der vierten industriellen Revolution gesprochen: Nach Mechanisierung, Massenproduktion und Automatisierung folgt nun das sogenannte Internet der Dinge.

Digitalisierung in Non-Profit-Organisationen

Mit welchen Veränderungen muss also der Non-Profit-Sektor durch Digitalisierung rechnen? Antworten gibt die Studie „Digitalisierung in Non-Profit-Organisationen“, die in Kooperation zwischen dem betterplace lab, Capgemini, der Haniel Stiftung, der Stiftung WHU, der CXP Group und fibonacci & friends entstanden ist.

Dazu wurden im Sommer 2017 mehr als 160 Mitarbeiter von Non-Profit-Organisationen online und telefonisch befragt.  Auch Holger Bauer, Leiter Team Private Kooperationspartner bei Don Bosco Mondo wirkte mit und betont in einem Interview beispielsweise das Potential von digitalen Spielen für zukünftige Bildungsprojekte und neue Formen des Lernens: sein Statement im Video.

Die Studie stellt fest, dass NGOs mehr Digital-Kompetenz benötigen und sich tiefgreifend verändern müssen, um das Potential der Digitalisierung auszuschöpfen. Ferner bieten digitale Anwendungen eine Vielzahl neuer Möglichkeiten, um zivilgesellschaftliches Engagement zu fördern, mit Begünstigten zu interagieren, sich weltweit noch besser, schneller und effektiver zu vernetzen und die eigene Entwicklungszusammenarbeit insgesamt wirkungsvoller zu gestalten.

Digitalisierung in der Entwicklungs-zusammenarbeit

Digitalisierung bietet zahlreiche Chancen für nachhaltige Entwicklung. Innovationen im Bereich von Finanzdienstleistungen sind nur ein Beispiel: Die globale Verbreitung von Mobiltelefonen und Internetzugängen ermöglicht die Einführung kostengünstiger mobiler Zahlsysteme. Gesundheitssysteme und -versorgung können durch digitale Anwendungen wie digitale Krankenakten und andere Datenbanken entschieden verbessert und Patienten effektiver geholfen werden. Digitale Informations- und Kommunikationstechnologien eröffnen gesellschaftliche Teilhabe und Inklusion innerhalb von Staaten und über Ländergrenzen hinweg. Soziale Medien wie Facebook oder Twitter fördern die Vernetzung von Menschen im privaten Bereich und auch den zwischen politischen Vertretern und BürgerInnen.

Digitale Technologien bergen aber auch neue Herausforderungen. Wie können der Datenschutz und die Einhaltung der Menschenrechte im digitalen Raum, der nur schwer kontrollier- und regulierbar ist, sichergestellt werden? Vermag der digitale Wandel die Schere zwischen Arm und Reich zu verkleinern oder gar zu vergrößern? Zwar wächst die Verbreitung von Mobiltelefonen und Internet kontinuierlich, jedoch sind immer noch knapp vier Milliarden Menschen weltweit „offline“. Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) spricht bisher von einer digitalen Kluft – die meisten Menschen ohne Internetzugang leben in Schwellen- und Entwicklungsländern.

Digitalisierung kann zum Treiber für Entwicklung und zum Erreichen der 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) der 2030 Agenda beitragen, wenn ihre Technologien für alle nutzbar gemacht werden und niemand zurückgelassen wird.

Digitalisierung in der beruflichen Bildung

Die vierte industrielle Revolution hält Einzug. Digitalisierung, Vernetzung und hoch automatisierte Produktionsweisen verändern nicht nur alle gesellschaftlichen Lebensbereiche, sondern auch die Arbeitswelt grundlegend.

„Berufliche Bildung 4.0“ ist das Thema der Werkstattgespräche Berufliche Bildung 2018 gewesen. In sechs Workshops wurde über u.a. folgende Fragen debattiert und Lösungsansätze erarbeitet: Wie wirkt sich dieser Strukturwandel auf berufliche Bildung und auf Arbeitsmärkte in Entwicklungs- und Schwellenländern aus? Wie steht es um den Bedarf an neuen Kompetenzen in existierenden Berufsbildern? Öffnet der Bedarf an digitalen Skills Chancen für marginalisierte Jugendliche?

Ergebnisse, Hintergrundinformationen und Präsentationsmaterialien sind jetzt online verfügbar.

Wolfgang Marx von Don Bosco Helenenberg diskutiert die Frage, ob Digitalisierung Chancen für marginalisierte Jugendliche in Deutschland öffnet.

Bei Prof. Matthias Becker wirft ein Licht auf die Frage, wie Digitalisierung die Systeme Beruflicher Bildung verändern kann.

Dr. Katrin Bornemann und ihr Team aus BMZ und GIZ widmen sich der Frage nach Herausforderungen und Chancen der Digitalisierung für Arbeitsmärkte.

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