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Alle Kinder sind gleich

 
   

Jedes Kind auf dieser Welt hat das Recht auf Gleichbehandlung und Schutz vor Diskriminierung unabhängig von Religion, Herkunft und Geschlecht. Das haben 190 Staaten 1989 mit der UN-Kinderrechtskonvention unterschrieben – auch Indien. Doch immer noch werden in Indien viele minderjährige Mädchen an wesentlich ältere Männer verheiratet. Aus der Not der bitteren Armut heraus sehen viele Familien darin die einzige Chance auf ihr Überleben. Für die Mädchen jedoch endet mit dem Tag der Hochzeit die Kindheit und beginnt ein Teufelskreis, aus dem sie auch für die eigenen Kinder keinen Ausweg finden.

Don Bosco gibt den Jüngsten eine Stimme: Mit Kinderrechtsclubs an Schulen wird ein immer dichteres Netzwerk aus Eltern, Lehrenden und politischen Entscheidungsträgern gewoben, damit die Kinder ihre Rechte kennenlernen und für sie kämpfen können. Wir wollen den Jüngsten ihr Recht auf Schutz und Bildung und vor allem ihre Kindheit zurückgeben.

   
 
    Die UN-Kinderrechtskonvention - Schutz und Fürsorge    
 
      

Nach zehn Jahren gemeinsamer Arbeit haben die UN Vertreterinnen und Vertreter 1989 ein Dokument unterzeichnet, das die ganz eigenen Bedürfnisse und Interessen der Kinder betont. Zum Beispiel das Recht auf Freizeit, das Recht auf Bildung oder auch das Recht auf Schutz vor Gewalt. Dieses Kinderrechte-Regelwerk gilt für alle Kinder weltweit – ganz gleich, wo sie leben, welche Hautfarbe oder Religion sie haben und ob sie Mädchen oder Junge sind. Denn allen Kinder ist eines gemeinsam: Sie brauchen besonderen Schutz und Fürsorge, um sich gesund zu entwickeln und voll zu entfalten. >>

   
 
    Indien – Nur wer seine Rechte kennt, kann für sie kämpfen    
 
      

Auch Indien hat die UN-Kinderrechtskonvention 1989 unterschrieben. Doch noch immer wird jedes zweite Mädchen im Land verheiratet bevor es 18 Jahre alt ist. Noch immer gehören Kinderhandel, -arbeit und -prostitution in armen Regionen Indiens zum Alltag. Seit 2012 richtet Don Bosco Mondo mit dem Projekt CREAM (Child Right Education And Action Movement) Kinderrechtsclubs an Schulen ein. Hier lernen Mädchen und Jungen ihre Rechte kennen und wie sie sie durchsetzen können. >>

   
 
    BREADS - starker Partner für Kinder(rechte)    
 
      

Das Kürzel BREADS steht für Bangalore Rural Education and Development Society – und damit für wirkungsvolles Engagement. Seit über 25 Jahren setzen sich die Mitarbeitenden von BREADS im indischen Bundesstaat Karnataka erfolgreich für die Rechte der Kinder ein: In vielen Dörfern gibt es nun weniger Kinderhochzeiten, weniger Schulabrüche und weniger Kinderarbeit. Vor allem Mädchen und junge Frauen werden in Selbsthilfegruppen gestärkt. Über 1.300 Kinderrechtsclubs wurden bisher gegründet und 707 Kinderehen gestoppt. So wird auch das Denken und Handeln der Erwachsenen – allen voran der Eltern, Lehrenden, Politiker und Polizisten nachhaltig verändert. >>

   
 
    Veranstaltungshinweis: Engagement von Stiftungen in der EZ    
 
      

Wie können sich interessierte deutsche private Stiftungen und Philanthrop*innen in der Entwicklungszusammenarbeit im In- und Ausland engagieren? Die „Servicestelle für Stiftungen und Philanthropie“ gibt Auskunft. Am 11. September 2019 findet in Bonn der nächste Fachaustausch zum Thema Bildung statt. Gemeinsam mit Don Bosco Mondo und der Kindernothilfe werden Ansätze und Best-Practice-Beispiele betrachtet. Jetzt anmelden. >>