Benin - Geraubte Kindheit?

Wie Don Bosco Kindersklaven in Benin befreit

Das westafrikanische Benin ist eines der ärmsten Länder weltweit. Die armen Familien sind darauf angewiesen, dass ihre Kinder mitarbeiten, damit sie überleben können. Die Jungen arbeiten häufig in der Landwirtschaft. Die Mädchen arbeiten im Haushalt und sollen bald auch heiraten. In Benin ist es üblich Kinder auch als Dienstmädchen an fremde Familien verkauft. Sie sollen im Haushalt helfen, putzen oder auf dem Feld arbeiten. Da niemand den Kindesschutz überwacht, sind sie dort Gewalt, Missbrauch und Ausbeutung schutzlos ausgeliefert.

70 Euro für ein Kinderleben - Fayolas Geschichte

 

Die 8-jährige Fayola in Benin hat noch drei Schwestern. Obwohl alle Kinder ihren Eltern auf dem Feld helfen, haben sie kaum genug zum Überleben. Als dann die „Tante“ anbietet, Fayola mit in die Stadt zu nehmen und dafür zu sorgen, dass sie dort zur Schule gehen kann, ist Fayolas Mutter sehr froh. Sie muss nun ein Kind weniger satt bekommen. Auch hofft sie, dass ihre Tochter die Chance auf ein besseres Leben bekommt. Und das ist wertvoll in einem Land, in dem jeder Zweite weder lesen noch schreiben kann.

Doch Fayola darf nicht zur Schule gehen. Die „Tante“ verkauft sie für 70 Euro in einen Haushalt. Dort muss sie unbezahlt viele Stunden am Tag arbeiten. Sie bekommt wenig zu essen und leidet unter den harten körperlichen Strafen.

Zuflucht und Hoffnung bei den Don Bosco Schwestern

Vier Jahre entrichtet sie die Sklavenarbeit, dann gelingt ihr die Flucht. Ihre Rettung sind die Don Bosco Schwestern in Cotonou. Sie leiten dort das Heim Foyer Laura Vicuña, das extra für missbrauchte Mädchen Errichtet wurde. Denn in Benin werden Jahr für Jahr tausende Mädchen aus den ärmsten Familien verkauft. So vielen Kindern wie möglich zu helfen, ist das erklärte Ziel der Don Bosco Schwestern.

Die Don Bosco Schwestern fangen die Kinder auf, geben ihnen ein sicheres Bett, warme Mahlzeiten, eine medizinische sowie psychologische Versorgung nach dem erlebten Schrecken. Die Don Bosco Schwestern begleiten ihre Schützlinge so lange, bis sie sich davon überzeugt haben, dass sie in Sicherheit sind und regelmäßig zur Schule gehen. Dort, wo es möglich ist, kehren die Mädchen in ihre Familien zurück. Mädchen, die nicht zu ihren Familien zurückkönnen, gehen bei den Don Bosco Schwestern zu Schule und erlernen einen Beruf.

Don Bosco Schwester und Kinder

Bei den Don Bosco Schwestern können die Kinder wieder lächeln.

Maedchen auf dem Feld

Die Mädchen sind zum ersten Mal nach langer Zeit wieder Kind.

Essendes afrikanisches Maedchen

Verletzte Kinderseelen werden bei Don Bosco gut versorgt und erstarken wieder.

Schutz für die Kinder

Im Foyer Laura Vicuña betreuen die Don Bosco Schwestern 200 Mädchen zwischen fünf und 15 Jahren. Um dem Kinderhandel und -missbrauch ein Ende zu setzen, gehen die Schwestern in die Dörfer und klären die Menschen auf. Sie erzählen den Familien was mit ihren Kindern geschieht, wenn sie sie mit Fremden gehen lassen, so wie es mit Fayola geschehen ist.

Bitte helfen Sie mit, die Kinder zu beschützen und in ein neues Leben zu begleiten!

Gerne geben wir Ihnen weitere Informationen zu Fördermöglichkeiten und Projekten!

Christin Suhr


Telefon: 0228-5396545
E-Mail: info[at]don-bosco-mondo.de