Gemeinsam stark für die Schwächsten

    Gemeinsam stark für die Schwächsten    
 
   

In dieser Krisenzeit wird ein Leitspruch Johannes Boscos eindrucksvoll mit Leben gefüllt: Liebe siegt immer! 

Wir erleben, erfahren und zeigen im Kampf gegen Corona Nächstenliebe und Menschlichkeit. Ohne Unterlass setzen sich die vielen Helfenden in Deutschland und weltweit für die Schwächsten unter uns ein. So auch Father Joy und sein Team der Don Bosco Organisation BREADS im südindischen Bangalore. BREADS koordiniert mehr als 40 Sozialprojekte, vor allem für Frauen und Straßenkinder. Im Interview erklärt er, welche Auswirkungen das Corona-Virus auf die tägliche Arbeit hat und wie es den betreuten Kindern geht.

Lassen Sie uns weiterhin Seite an Seite stehen und gemeinsam das Corona-Virus und dessen Folgen bekämpfen!

Ihr 

Don Bosco Mondo-Team

   
 
    Indien: Straßenkinder besonders durch Corona gefährdet    
 
      

Father Joy und sein Team der Don Bosco Organisation BREADS im südindischen Bangalore sorgen sich aktuell vor allem um Straßenkinder. Im Interview erklärt er, warum gerade sie durch die Corona-Krise besonders gefährdet sind. Das Bild zeigt ihn vor einigen Jahren mit Kindern aus einem anderen BREADS-Projekt, den Kinderrechtsclubs. 

   
 
    Father Joy im Interview    
 
   

Wie geht es den Kindern und Jugendlichen in den Don Bosco Einrichtungen?

Den Kindern in unseren Don Bosco Zentren in Bangalore geht es soweit gut. Falls Verdachtsfälle von Corona-Infizierungen vorliegen, ergreifen wir im Haus sofort die notwendigen Sicherheitsmaßnahmen. Wir sorgen dafür, dass einfache Erkältungen und Husten sofort behandelt werden. Zudem achten wir auf eine gesunde Ernährung, um das Immunsystem zu stärken. Wir haben nur wenig Platz, deswegen ist es schwierig, den notwendigen körperlichen Abstand einzuhalten. Alle Kinder tragen zum Schutz Atemmasken, die Frauen in Selbsthilfegruppen für sie genäht haben.

Was ist mit den Kindern, die noch auf der Straße leben?

Kinder, die jetzt noch auf der Straße leben, sind in einer besonders prekären Situation. Die meisten von ihnen sind körperlich geschwächt, haben Vorerkrankungen und können sich nicht vor dem Virus schützen. Wo wir konnten und uns sicher sind, dass sie gut untergebracht sind, haben wir die Kinder zu ihren Familien zurückgebracht. Manche sind in der Obhut der Polizei und in Notunterkünften. Diese sind allerdings in einem miserablen Zustand: Meistens ohne fließend Wasser und medizinische Versorgung. Da die Kinder nicht auf die Straße dürfen, können sie sich auch kein Essen besorgen. Sie sind auf Hilfe von außen angewiesen.

Dürfen die Sozialarbeiter noch auf die Straße gehen?

Wir haben Passierscheine von der Polizei bekommen, um Kindern und Jugendlichen auf der Straße in Not zu helfen und sie auch medizinisch zu versorgen. Und wir dürfen Essen und Hilfspakete zu bedürftigen Familien bringen. In Notfällen meldet sich die Polizei oder eine andere Anlaufstelle bei uns. Denn unsere Sozialarbeiter können ihre täglichen Erkundungsgänge zu den Bahnhöfen, Busbahnhöfen oder auf Märkten nicht mehr machen. Die Sozialarbeit auf der Straße ist praktisch vollends zum Erliegen gekommen. Wir versuchen vor allem sicherzustellen, dass keine minderjährigen Kinder alleine auf den leer gefegten Straßen unterwegs sind.

Was wird jetzt am Nötigsten gebraucht?

Wir müssen uns darauf einstellen, dass die Ausgangsperren verlängert werden und dadurch noch mehr Menschen unsere Hilfe brauchen: Daher benötigen wir mehr Grundnahrungsmittel, Hygieneartikel und Material für Atemschutzmasken, um den nötigsten Bedarf der Familien zu decken. Mit finanzieller Hilfe könnten wir auch einen Thermoscanner anschaffen, um mögliche Infizierungsfälle früh zu erkennen und zu behandeln. Wir könnten auch sehr armen Menschen die Corona-Tests bezahlen. Je länger die Ausgangssperre dauert und Corona uns gefangen hält, umso wichtiger wird auch die psychologische Unterstützung.

Langer Weg zur Normalität

Die seelische Belastung, die Ängste und Unsicherheiten sind enorm. Deshalb werden viele Menschen psychotherapeutische Hilfe brauchen. Und wir möchten die Online-Angebote für die Kinder und Jugendlichen in den Schutzzentren ausbauen. Sie sollen auch in dieser Zeit weiterlernen können. Viele Menschen haben schon ihre Jobs verloren. Auch sie brauchen Unterstützung, damit sie überleben können. Der Wiederaufbau und Weg zur Normalität wird sehr lange dauern und viel Zeit kosten. 
Erfahren Sie mehr über unser Engagement in der Corona-Krise. >>

   
 
    Unterstützen Sie Don Bosco weltweit!    
 
      

Die Salesianer Don Boscos weltweit, brauchen unsere Unterstützung!

  • Damit sie die Vorsorgemaßnahmen zum Schutz von Kindern intensivieren können.
  • Damit zusätzlich benötigte Hygieneartikel, Desinfektions-
    lösungen und Medikamente angeschafft werden können.
  • Damit sie Arzt- und Krankenhaus-
    kosten übernehmen können.

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