Nutzgärten im Straßenkinderzentrum in Ecuador

Im Don Bosco Straßenkinderzentrums in Ambato, Ecuador werden Nutzgärten für Obst und Gemüse angelegt. Die Kinder und Jugendlichen im Zentrum helfen mit und lernen Verantwortung zu übernehmen. Die frischen Lebensmittel liefern ihnen wichtige Vitamine um gesund zu bleiben und gut zu lernen.

Ecuador – Nutzgärten im Straßenkinderzentrum verbessern die Selbstversorgung

Im Don Bosco Straßenkinderzentrum in Ambato, Ecuador wird das Geld für Lebensmittel zur Versorgung der Kinder und Jugendlichen knapp – die Unterstützung seitens des Staates Ecuador wurde gekürzt. Eigene Nutzgärten mit Obst- und Gemüseanbau und Kleintierhaltung sollen zukünftig die Selbstversorgung des Zentrums steigern und mehr Unabhängigkeit bringen. Die Kinder und Jugendlichen helfen bei der Bewirtschaftung und Pflege und lernen Verantwortung zu übernehmen.

Im Don Bosco Straßenkinderzentrum in Ambato haben bis zu 60 Kinder und Jugendliche zwischen acht und 16 Jahre eine sichere Bleibe, können spielen und wieder zur Schule gehen.

Viele der Kinder erlitten Traumata, haben kein Zuhause mehr oder sind vor Gewalt in der Familie weggelaufen. Bei Don Bosco können sie wieder Kind sein, spielen und lernen.

Gewissenhaft kümmern sich die Jungen und Mädchen um die kleinen Gemüsepflanzen. Mais, Bohnen, Blumenkohl etc. bereichern ihre Mahlzeiten mit Vitaminen. Damit bleiben die Kinder gesund und können gut lernen.

Kinder ohne Kindheit

Hupen, Motorenlärm, Autos dicht an dicht - ohrenbetäubender Lärm erfüllt die Straßen von Ecuadors Hauptstadt Quito. Mittendrin: Kinder jeden Alters, die Autofahrern Blumen und Zeitungen verkaufen wollen. Wenn die Autoschlange weiterzieht, bringen sie sich blitzschnell in Sicherheit. Am Straßenrand warten sie dann auf die nächste Gelegenheit, ein paar Dollars zu verdienen und abends nicht hungrig ins Bett zu müssen.

Ecuador ist eines der ärmsten Länder in Südamerika. Jedes vierte Kind zwischen fünf und 14 Jahren geht nicht zur Schule. Sie haben keine Zeit dazu, da sie auf den Feldern, bei der Viehzucht und im Haushalt mit helfen müssen. Andere flüchten sich vor häuslicher Gewalt in der Familie auf die Straße.

Bildung – Weg aus dem Elend

Bildung ist für die Kinder und Jugendlichen der einzige Ausweg aus dem Kreislauf der Armut. Darum bietet Don Bosco mehr als 4.500 Kindern in sieben Städten Ecuadors die Chance zu lernen. Das Angebot richtet sich an Kinder und Jugendliche in unterschiedlichsten Lebenslagen: an Straßenkinder, die kein Zuhause und keine Eltern mehr haben; an Mädchen und Jungen, die mit großen Problemen in der Herkunftsfamilie aufwachsen und mehr Zeit auf der Straße als in der Schule oder Familie verbringen; an Kinder, die bereits arbeiten müssen, um das schmale Einkommen der Familie aufzubessern und an solche, die Schwierigkeiten in der Schule und besonderen Förderbedarf haben.

Den Kindern wird in den Don Bosco-Zentren dabei geholfen, ihre Schwierigkeiten zu überwinden, Traumata zu verarbeiten und durch Unterricht und berufliche Bildung bestmögliche Voraussetzungen für eine Zukunft fernab der Straße zu schaffen. Basierend auf den Grundsätzen der Don Bosco Pädagogik  und der Verpflichtung Kinderrechte zu fördern und durchzusetzen, zielt das Angebot auf die positive Entwicklung der Persönlichkeit der Kinder und Jugendlichen ab. Deren soziale Fähigkeiten werden gestärkt und sie behutsam wieder in die Gesellschaft integriert.

 

 

"Granja Don Bosco" – Schutz und Rehabilitation

Eines dieser stationären Aufnahmezentren befindet sich in Ambato, einer Stadt mit 220.000 Einwohner rund 150km südlich von Quito. Hier unterhalten die Salesianer Don Boscos die  "Granja Don Bosco" (Don Bosco Bauernhof) für Kinder und Jugendliche zwischen acht und 16 Jahren, die größere Schwierigkeiten bei der Rehabilitierung haben. Das Zentrum bietet Platz für bis zu 60 Mädchen und Jungen, die solange bleiben können, wie es nötig ist. Unterstützt von Sozialpädagogen und Psychologen wird für jedes Kinder ein behütetes, neues Zuhause geschaffen. Aufnahme, ausreichend und gesunde Ernährung, medizinische Versorgung, Sport- und Spielangebote sowie Schul- und Berufsbildung werden ganzheitlich im Sinne der Don Bosco-Pädagogik gefördert.

Don Bosco-Nutzgärten gegen Versorgungsengpässe

Nutzgärten zur Ernährungssicherung

Ein eigener Don Bosco-Nutzgarten für Obst- und Gemüseanbau und eine Kleintierhaltung werden dauerhaft Versorgungsengpässe abwenden können. Von gesunden Mahlzeiten profitieren die Kinder im Zentrum und Familien, die rund um das Zentrum leben.

Eine große Sorge bereitet den Salesianern Don Boscos aktuell die Versorgung der Kinder und Jugendlichen. Der ecuadorianische Staat hat seine Hilfen für das Zentrum gekürzt, so dass Geld für die Beschaffung von Lebensmitteln fehlt.

Die Lösung ist ein großer Nutzgarten zum biologischen Anbau von Obst und Gemüse und zur Kleintierhaltung. Für deren nachhaltige Bewirtschaftung und Pflege sind die Jugendlichen mit verantwortlich. Mais, Bohnen, Blumenkohl und Möhren bereichern ihren Mittagstisch mit wichtigen Vitaminen. Diese sorgen dafür, dass die Mädchen und Jungen gesund bleiben und gut lernen können.

Neben den 60 Kindern im Zentrum, profitieren weitere 280 Kinder und Jugendliche, die täglich das Zentrum besuchen von den verschiedenen Angeboten und den Nutzgärten. Zusätzlich werden 30 Familien, die im Umfeld des Zentrums leben, in das Projekt integriert. Sie lernen kleine Gärten selbst anzulegen, die ihnen Obst und Gemüse liefern und helfen Mangelernährung, unter der viele ihrer Kinder leiden, zu beseitigen.

Gemüse und Obst sind gut für die Entwicklung der Kinder. Mit den Nutzgärten wird die Selbstversorgung des Zentrums gesteigert und eingesparte Kosten für den Kauf von Lebensmitteln kann in die Bildung der Mädchen und Jungen investiert werden. Auch wird den benachbarten bedürftigen Familien durch den Eigenanbau und dem Lernen im Don Bosco Nutzgarten eine wertvolle Möglichkeit eröffnet, ihre Ernährungs- und Lebenssituation dauerhaft zu verbessern!

Projektreferentin Claudia Ebinger besucht das Don Bosco-Zentrum und die Nutzgärten in Ambato, Ecuador.

Ein leerer Bauch lernt schlecht – Kinder und Jugendliche brauchen regelmäßige und vitaminreiche Mahlzeiten.

Die Nutzgärten verringern Mangelernährung und Versorgungsengpässe.

Gerne geben wir Ihnen weitere Informationen zu Fördermöglichkeiten und Projekten!

Andrea Schorn und Christin Suhr


Telefon: 0228-5396545
E-Mail: info[at]don-bosco-mondo.de

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