Berufliche Bildung in Ruanda

Im Berufsbildungszentrum Gatenga werden Jugendliche zu Fachkräften in der Wasser- und Abwassertechnik ausgebildet.

Sauberes Trinkwasser dank zukunftsfähiger Ausbildung

In Ruanda haben Millionen Menschen keinen Zugang zu sauberem Wasser. Sie schöpfen ihr Trinkwasser aus bakterienverseuchten Bächen und Wasserstellen. Tausende Kinder sterben jährlich noch vor dem fünften Lebensjahr. Don Bosco bildet Installateure für Wasser- und Abwassertechnik aus. Damit bekommen die Menschen in den Dörfern sauberes Trinkwasser, Toiletten und eine funktionierende Kanalisation. Denn sauberes Wasser rettet Leben und senkt langfristig Kindersterblichkeit.

Tagtäglich holt Kito für sich und seine Familie Wasser noch bevor er in die Schule geht. Das Wasser ist verunreinigt und verursacht Magen-Darm-Erkrankungen. Doch alternative, saubere Trinkwasserquellen gibt es nicht.

Wenn sauberes Wasser Luxus ist

Der zwölfjährige Kito trägt drei große Wasserkanister auf seinem Kopf. Morgens, noch vor der Schule, läuft er kilometerweit und holt Wasser für seine Familie und sich. Denn fließendes Wasser aus dem Hahn gibt es hier nicht. Kito muss es wie viele seiner Freunde und Nachbarn aus einer verunreinigten Wasserstelle schöpfen, aus der auch das Vieh aus den umliegenden Dörfern trinkt. Das so verschmutzte Trinkwasser ist besonders für Kinder und junge Menschen lebensgefährlich. Erst letztes Jahr wäre Kitos jüngere Schwester Nala fast an einer Durchfallerkrankung gestorben –  Schuld daran ist das verschmutzte Trinkwasser.

So wie Kito und seine Familie haben mehr als zwei Millionen Menschen in Ruanda keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Noch viel mehr Menschen haben keine funktionierende Toilette. Mit dramatischen Folgen: Verseuchtes Wasser, mangelnde Sanitäranlagen und fehlende Kenntnisse über Hygiene verursachen eine hohe Kindersterblichkeit. Besonders Kinder unter 5 Jahren sind stark gefährdet.

Sauberes Trinkwasser ist in Ruanda keine Selbstverständlichkeit. Durch verunreinigtes Wasser ist die Kindersterblichkeitsrate der unter 5-Jährigen besonders hoch.

Im Don Bosco Ausbildungszentrum Gatenga lernen Auszubildende alles rund um sauberes Trinkwasser, Abwassertechnik und Hygiene.

Ein Handwerk mit Zukunft

Don Bosco bildet im Berufsbildungszentrum Gatenga junge Menschen zu Installateuren in Wasser- und Abwassertechnik aus. 25 Jugendliche zwischen 15 und 23 Jahren erlernen alles rund um sauberes Trinkwasser, sanitäre Einrichtungen, Kanalisation und Hygiene. Sie werden zu kompetenten Fachkräften in einem zukunftsfähigen Wirtschaftszweig, der Leben retten und vor Erkrankungen schützen kann.

Diejenigen Jugendlichen, deren Familien weiter weg wohnen oder die aus besonders armen Familienverhältnissen kommen, leben im angeschlossenen Don Bosco Internat.

Alle Auszubildenden werden im Auftrag der ruandischen Regierung landesweit Wasseraufbereitungsanlagen sanieren und die Kanalisation verbessern und ausbauen. Mit ihrem Gehalt sind sie in der Lage, ihr Leben selbstständig zu führen und ihre Familien zu unterstützen. Mithilfe ihres Wissens und ihrer handwerklichen Fähigkeiten als Installateure können sie die Gesundheitssituation des Landes verbessern und besonders Kindern die Chance auf eine gesunde Zukunft geben.

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Andrea Schorn und Christin Suhr


Telefon: 0228-5396545
E-Mail: info[at]don-bosco-mondo.de

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