Indien – Stoppt Kinderehen!

Obwohl Kinderehen in Indien gesetzlich verboten sind, werden noch immer unzählige minderjährige Mädchen und junge Frauen verheiratet. Viel zu früh werden sie Ehefrau, Hausfrau und Mutter. Don Bosco klärt sie über ihre Rechte auf, sensibilisiert Eltern, Lehrer und Politiker und setzt alles daran, Kinderehen zu verhindern.

Indien – Hilfe für Mädchen und junge Frauen im Kampf gegen Kinderehen

Kinderehen sind in Indien gesetzlich verboten. Das hält viele Familien jedoch nicht davon ab, ihre minderjährigen Töchter mit wesentlich älteren Männern zu verheiraten – besonders dann, wenn sie arm sind. Denn Männer, die junge Frauen heiraten wollen, verzichten meist auf eine Mitgift. Don Bosco unterstützt diese Mädchen und Frauen und verhindert gezielt, dass Minderjährige verheiratet werden.

Jedes Jahr werden in Indien Mädchen unter 18 Jahren verheiratet, obwohl es verboten ist. Mit dem Tag ihrer Hochzeit endet schlagartig ihre Kindheit und ihr Bildungsweg.

Don Bosco knüpft ein starkes Netzwerk von Menschen, die sich hinter die Mädchen stellen. In Kinderrechtsclubs lernen sie ihre Rechte kennen und bekommen eine hörbare Stimme.

Am Tag der Hochzeit endet ihre Kindheit

In Indien wird fast jedes zweite Mädchen verheiratet, bevor es 18 Jahre alt ist. Sie können sich kaum dagegen stellen, ihre Rechte werden ihnen oftmals verwehrt. Oft werden Töchter als "Strafe der Götter" geschlagen, missbraucht und verstoßen.

Die Verheiratung ist für ihre Familien die Möglichkeit, einer möglichen Mitgift zu entgehen – besonders in armen Bevölkerungsschichten ist das ein starkes Argument für die frühe Ehe der Töchter. Doch mit dem Tag der Hochzeit endet für die Mädchen und jungen Frauen das Kind sein. Sie müssen die Schule verlassen, verlieren den Anschluss an Bildung, Berufsbildungskurse und ein selbstbestimmtes Leben. Stattdessen müssen sie arbeiten wie Erwachsene, für ihre Männer Ehefrau und Hausfrau sein und viel zu jung Kinder zur Welt bringen. Viele von ihnen sterben bei der Geburt ihres Kindes. Ihre Körper sind noch in der Entwicklung, zu fragil, um ein Kind zu gebären. 

Immer wieder werden die jungen Ehefrauen von ihren Männern geschlagen, missbraucht oder gar verstoßen. Der Rückweg in die eigene Familie ist unmöglich. Da sie die Schule abbrechen mussten und keine Ausbildung vorzuweisen haben, bleibt ihnen häufig nur der Weg in die Prostitution, um überleben zu können.

Don Bosco greift ein

Don Bosco stellt sich an die Seite der minderjährigen Mädchen und klärt sie über ihre Rechte auf. Denn die meisten wissen gar nicht, das und wie sie sich wehren und vor einer drohenden Zwangsheirat schützen können. in 30 südindischen Distrikten baut Don Bosco an den Schulen Kinderrechtsclubs auf. Die Mädchen erfahren, dass sie Rechte und eine Stimme haben. Sie stärken ihr Selbstbewusstsein und verschaffen sich endlich Gehör. Die Jungen lernen, dass sie Mädchen respektieren müssen. 

Schnelle Hilfe mit der Notrufnummer 1098

Endlich wieder lachen! Don Bosco hat eine Notrufnummer eingerichtet. Dort bekommen Mädchen, die zwangsverheiratet werden sollen, schnelle Hilfe.

Don Bosco schult Politiker, Polizisten, Lehrer und Eltern. Als zusätzliche Unterstützung betreibt Don Bosco eine Notfallnummer 1098. Dort bekommen Mädchen, die von ihrer geplanten Zwangsheirat erfahren, schnelle Hilfe und Unterstützung.

Bereits verheiratete, verstoßene junge Frauen können in den Don Bosco Einrichtungen versäumten Schulunterricht nachholen und sich weiterbilden, um ein Leben fernab der Straße und Prostitution Stück für Stück aufzubauen.

Nur mithilfe eines wachsenden Netzwerks von Menschen, die Mädchen und jungen Frauen Schutz gewähren und für sie eintreten, können ihre Rechte durchgesetzt und Kinderehen gestoppt werden. Helfen Sie mit!

Gerne geben wir Ihnen weitere Informationen zu Fördermöglichkeiten und Projekten!

Andrea Schorn und Christin Suhr


Telefon: 0228-5396545
E-Mail: info[at]don-bosco-mondo.de

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