Don Bosco Forum 2018

Jugendliche: Leben zwischen Wunsch und Wirklichkeit

Don Bosco Forum 2018 - Jugendliche: Leben zwischen Wunsch und Wirklichkeit

Mit 46 Reifenplatten um die halbe Welt – eine (Traum-) Reise für Don Bosco und zu sich selbst

Jakob Steinkuhl und Ernest Roig Campi machten ihren Traum wahr: Sie fuhren mit dem Fahrrad um die halbe Welt. Ihre Botschaft an junge Menschen ist: "Wenn ihr einen Traum habt, glaubt daran und lasst ihn Wirklichkeit werden." Auf dem Don Bosco Forum 2018 berichteten die beiden jungen Männer ausführlich vor 400 Gästen von ihrer abenteuerlichen Reise nach Vietnam und zu sich selbst.

Eindringlich berichten Jakob Steinkuhl (2.v.l.) und Ernest Roig Campi (2.v.r.) den 400 Gästen des Don Bosco Forums von ihrer Reise nach Vietnam.

Claudia (Name geändert, Bildmitte) wird auf ihrem Weg unterstützt von Pater Rafael Bejarano SDB und Olga Cecilia García Flórez.

Gemeinsames Singen von Jugendliedern aus aller Welt. Ganz nach dem Motto: Singen ist gut für die Seele, heilsam und verbindet die Menschen.

Von einer abenteuerlichen Reise nach Vietnam - und zu sich selbst

Zwei Jahre dauerten die Vorbereitung: Sponsoren finden, Ausrüstung zusammen stellen, Routen festlegen. Damit genügend Geld zusammen kam, nahmen beide neben der Ausbildung noch Zweitjobs an. „Das war anstrengend und hart, aber die Reise mit ihren eindringlichen Erlebnissen und der großartigen Gastfreundschaft der Menschen auf der gesamten Route hat uns mehr als entschädigt“, resümierte Jakob die 13-monatige Fahrt. Unterwegs besuchten sie Don Bosco Einrichtungen, übergaben insgesamt 3.500 Euro Spendengelder und unterstützten die Teams vor Ort. Gefährliche Begegnungen mit Bären, schlechte Straßenverhältnisse, Wetterkapriolen und Visaprobleme waren neben 46 Reifenpannen auch Teil der Wirklichkeit.

Von der Kindersoldatin zur Studentin

Einen ganz anderen Traum, den Traum vom „normalen Leben“ träumt die 20-jährige Claudia (Name geändert). Mit 16 Jahren schloss sich die damalige Schülerin aus armen Verhältnissen in Kolumbien einer Guerillagruppe an, war Teil des Bürgerkriegs. Nach 15 Monaten wurde sie von der Armee verhaftet und in die Obhut des Jugendamtes übergeben. So fand sie den Weg zu Don Bosco in Medellín. Hier hat sie die verlorene Schulzeit nachgeholt und studiert heute Gesundheitsmanagement. „Die Zeit bei der Guerilla wird immer ein Teil von mir bleiben. Aber dank der Hilfe von Don Bosco habe ich das Erlebte überwunden und meinen Traum von einem Studium verwirklicht“, erzählt die junge Frau mit strahlendem Lächeln. Noch heute leben 126 Mädchen und Jungen, die während des Bürgerkriegs bei bewaffneten Gruppen aktiv waren, in der Obhut der Salesianer Don Boscos. In der Ciudad Don Bosco werden sie psychologisch betreut, schulisch gefördert und nach Möglichkeit wieder mit ihren Familien zusammengebracht.

Aktuelle und ehemalige Auszubildende des Don Bosco Berufsbildungswerks Würzburg zeigen, wie berufliche Bildung Träume wahr machen kann.

Weltbürger im Einsatz: Die Don Bosco Volunteers Maite Görtz-Lizarraga und Klara Paszkiet berichten aus ihren Einsätzen in Bolivien und Ost-Timor.

Sozialen Zirkus hautnah erleben: Simone Lechner und ihr Kollege Dominik Münch vom Zirkus Giovanni aus Bamberg machen erfahrbar, was Zirkuspädagogik bewirken kann.

Kindern eine Stimme geben, damit sie für sich sprechen können

Das macht Father Joy Nedumparambil SDB aus Bangalore. In Indien sind Kinderarbeit, Kindermissbrauch, Zwangsverheiratung und Diskriminierung immer noch trauriger Alltag. Vor allem Mädchen werden stark benachteiligt. Einer, der sich dagegen stemmt und den Kindern eine Stimme gibt, ist FatherJoy. Mit seinem Kinderrechteprogramm CREAM erreicht er die Kinder und auch die Erwachsenen gleichermaßen. Über 75.000 Kinder in 450 Schulen sind über ihre Rechte aufgeklärt und wissen, wie sie dafür einstehen können. Sier organisieren sich in rund 450 Kinderrechtsclubs. Aber auch mehr als 900 Lehrer staatlicher Schulen sind darin ausgebildet, Kinderrechte an ihren Schulen zu respektieren und zu etablieren.

Father Joy Nedumparambil SDB setzt sich für die Rechte der indischen Kinder ein.

Stimmungsvoller Beginn des Don Bosco Forums: Heilige Messe in St. Remigius.

Wie kann aus Träumen Wirklichkeit werden?

"Jakob und Ernest, die für mehr Menschlichkeit eintreten; Claudia, die als ehemalige Kindersoldatin ihren Traum vom Studium lebt; unsere vielen Volontäre, die weltweit einen Friedensdienst leisten – sie alle sind Botschafter und unsere Hoffnung. Denn Jugendliche in ihren Rechten bestärken und sie damit zu Verfechtern von Frieden und Gerechtigkeit werden zu lassen, das ist unser Anliegen“, erklärte Dr. Nelson Penedo, Geschäftsführer von Don Bosco Mission Bonn.

„Das Don Bosco Forum vereinigt als Familienfest der besonderen Art auf der einen Seite die Fröhlichkeit und das Feiern und auf der anderen Seite die ernsthafte und emotionale Auseinandersetzung mit den Problemen von Kindern und Jugendlichen weltweit“, fasste Martin Wilde, Geschäftsführer von Don Bosco Mondo das Anliegen des jährlich stattfindenden Treffens der Engagierten im Geiste Don Boscos zusammen.

Wir helfen Ihnen gerne bei Fragen zum Don Bosco Forum!

Andrea Schorn und Christin Suhr


Telefon: 0228-5396545
E-Mail: info[at]don-bosco-mondo.de

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