Don Bosco Forum 2017

Jugendliche zwischen Ausgrenzung und Teilhabe

Don Bosco Forum 2017: Und raus bist du?! - Jugendliche zwischen Ausgrenzung und Teilhabe

Gelungenes Zusammentreffen vieler Engagierter im Geist Don Boscos

Gruppe Don Bosco Forum

„Wir als Don Bosco wollen Jugendliche aus dem Abseits holen“, betonen die Geschäftsführer, Christian Osterhaus von Don Bosco Mondo e.V. und Nelson Penedo von Don Bosco Mission Bonn. Damit sprachen Sie den etwa 400 Teilnehmern des Don Bosco Forums aus der Seele. Gemeinsam diskutierten sie in der Uni Bonn über die soziale Ausgrenzung von Jugendlichen weltweit, hörten spannende Vorträge und setzen sich in Workshops mit verschiedenen Erlebnissen auseinander.

Je mehr wir voneinander wissen, umso toleranter werden wir

So das Credo des Don Bosco Forums mit dem Titel „Und raus bist du?! – Jugendliche zwischen Ausgrenzung und Teilhabe“. Auf der Bühne zeichneten Salesianer Don Boscos, Mitarbeiter, Volontäre und Engagierte ein teils betrübliches, teils optimistisches Bild der weltweiten Arbeit für Teilhabe und gegen die Ausgrenzung von Jugendlichen. Wie viele erschreckende Formen diese Ausgrenzung annehmen und wie sie sich anfühlen kann, erlebten die Besucher des Don Bosco Forums hautnah.

Bildung als Schlüssel

An vielen Orten auf der Welt werden junge Menschen täglich ausgegrenzt. Father Thomas Koshy SDB ist Direktor des Don Bosco National Forum for the Young at Risk (YAR). Indienweit kämpft dieses Netzwerk gegen Kinderarbeit, stärkt Kinderrechte und ermöglicht vor allem armen Kindern Zugang zu Bildung. Es scheint ein fast auswegloser Kampf: Rund zehn Millionen Kinder leben in Indien auf der Straße, haben keine Bildungschancen und kommen aus dem Teufelskreis der Armut nicht heraus. Aber Father Koshy kennt auch viele Erfolgsgeschichten: Ein ehemaliges Straßenkind hat durch ein Zugunglück ein Bein und einen Arm verloren. Nun hat es dank des Netzwerks einen Uniabschluss und leitet ein Don Bosco Zentrum.

Auch in Betlehem gehört Ausgrenzung zum Alltag. Seit 2014 arbeitet Father Vincent Raj SDB als stellvertretender Direktor der Don Bosco-Einrichtung hier. Er zeichnet ein erschreckendes Bild: Bethlehem ist wie ein Gefängnis: “Wenn die Menschen für eine Beerdigung nach Jerusalem wollen, müssen sie erst die Genehmigung beantragen.“

Damit die Jugendlichen hier nicht in die Spirale aus Kriminalität, Gewalt und Radikalisierung abrutschen, ist Schulbildung besonders wichtig. „Es gilt, die Energien dieser jungen Leute für etwas Gutes zu nutzen, damit sie nicht in Gewalt und Gesetzlosigkeit umschlagen. Es mangelt den Jugendlichen ja nicht an Talenten, sondern an Möglichkeiten, diese zu entfalten“, so Father Vincent Raj. Er möchte den jungen Erwachsenen wieder ein positives Bild der Gesellschaft vermitteln. „Junge Menschen sollten keine Mauern in ihren Herzen haben“.

Simon Härting SDB, Erziehungsleiter im Don Bosco-Jugendhilfezentrum in Sannerz bei Fulda kennt diese Mauern im Herzen. „Das Wichtigste: Wir müssen eine Beziehung zu den Jugendlichen aufbauen.“ Dass das nicht immer leicht ist, davon berichtet er sowohl auf dem Podium als auch im Workshop "Lasst uns an die Grenzen schauen! – salesianische Jugendhilfe in Deutschland konkret“.

Simon Haertung berichtet paedagogische Herausforderungen

Simon Härting SDB berichtet über pädagogische Herausforderungen in Deutschland.

Father Vincent Raj berichtet aus Betlehem

Father Vincent Raj SDB setzt sich in Betlehem mit Bildung gegen Ausgrenzung ein.

Father Koshy beim Don Bosco Forum

Father Koshy SDB ist Direktor eines indienweiten Netzwerks gegen Kinderarbeit.

Buntes Programm für mehr Miteinander

Neben den Statements auf der Bühne haben sich die Besucher des Forums in mehreren Workshops mit den Möglichkeiten der Teilhabe und Gründen für Ausgrenzung auseinandergesetzt. Vor allem der Beitrag, den die Wirtschaft zu Chancengleichheit leisten kann, regt zu lebhaften Diskussionen an. Die Don Bosco Volunteers laden zum einen zur Auseinandersetzung mit Rassismus ein und machen Ausgrenzung durch Rollenspiele erlebbar.

Besonders beeindruckend präsentieren die rund 40 Teilnehmer der Internationalen Jugendbegegnung die Ergebnisse ihrer Workshopwoche. Die Jugendlichen aus Europa und dem Nahen Osten suchten diesmal nach Wegen aus der Radikalisierung und arbeiteten zum Thema Ausgrenzung. Sie präsentieren den Besuchern des Don Bosco Forums ein Video und eine Tanzperformance. Die Begegnung mit Menschen aus verschiedenen Ländern ist für viele dabei besonders bereichernd. „Je mehr wir voneinander wissen, um so toleranter werden wir“, so das Fazit einer Teilnehmerin.

Gerne helfen wir Ihnen bei Fragen zu unseren Veranstaltungen weiter!

Christin Suhr


Telefon: 0228-5396545
E-Mail: info[at]don-bosco-mondo.de

Regelmäßig informieren wir Sie in unserem Newsletter, was Sie mit Ihrer Spende bewegt haben! Melden Sie sich hier an!