Myanmar: Straßenkind im Dreck

Myanmar: Angespannte Lage und Sorge um Geflüchtete

In Myanmar ist drei Monate nach dem Militärputsch keine Ruhe eingekehrt. Über 700 Todesopfer sind zu beklagen und mehr als 3.000 Menschen wurden von den Militärs verhaftet. Immer wieder kommt zu es zu bewaffneten Auseinandersetzungen. Auch wirtschaftlich ist die Lage sehr angespannt. Das World Food Programm warnt vor dem Ausbruch einer Hungersnot. Insgesamt sind 250.000 Menschen in Myanmar auf der Flucht.

Don Bosco betreibt in Myanmar Kindergärten, Schulen, Jugendtreffs und Berufsbildungszentren. Bisher sind diese selber nicht zu Schaden gekommen, aber es gab gewaltsame Übergriffe des Militärs auf friedliche Protestgruppen in unmittelbarer Nähe. Schwester Veronica FMA berichtet, das sie immer wieder Maschinengewehrsalven hört.

Nahe der Grenze in Nordostindien leistet Don Bosco Hilfe für die Geflüchteten. Dorthin haben sich über 1.000 Menschen in Sicherheit gebracht, die Zahl der Menschen auf der Flucht steigt. Sie kämpfen täglich gegen Krankheit, HUnger und Verletzungen.

Don Bosco hilft vor allem alten Menschen, Kindern und schwangeren Frauen mit Lebensmitteln, Trinkwasser und medizinischer Versorgung.  Auch die lokale Bevölkerung hilft mit – sie nehmen die Menschen auf, teilen das Wenige, was sie selber haben. Die Anteilnahme am Schicksal der Geflüchteten ist groß.