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© Alice Smeets
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Wasser ist Leben

Die Vereinten Nationen haben das Jahr 2003 zum Internationalen Jahr des Wassers erklärt und die Staatengemeinschaft aufgefordert, durch Aktionen, Programme und Projekte die Menschen zu einem sorgsamen Umgang mit dem kostbaren Gut Wasser anzuhalten. Der 22. März wurde zum Welt-Wasser-Tag erklärt. In Kyoto fand vom 16. - 23. März 2003 das sogenannte Welt-Wasser-Forum statt. 

Auf Initiative des Netzwerk Afrika Deutschland, einem Zusammenschluss von 42 katholischen Ordensgemeinschaften, hat Don Bosco JUGEND DRITTE WELT in einem Schreiben an die Ministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung Annemarie Wieczorek-Zeul und andere beim Welt-Wasser-Forum in Kyoto im März 2003 anwesende deutsche Politiker gefordert, sich im Umgang mit der knappen Ressource Wasser besonders für die Rechte der Ärmsten einzusetzen.

Dazu gehören besonders:

- den Zugang zu sauberem Wasser als menschliches Grundrecht zu definieren

- öffentliche Dienstleistungen im Bereich Wasserversorgung und Abwassersanierung gegenüber privaten Dienstleistungen zu bevorzugen

- internationale Finanzinstitutionen aufzufordern, ihre Hilfen bevorzugt der öffentlichen Hand zur Verfügung stellen, damit der Zugang zu Wasser und umweltverträgliche Abwassersanierung für alle besser gewährleistet werden kann (Weltgipfel für nachhaltige Entwicklung in Johannesburg)  

Durch die Verknappung und ungleiche Verteilung drohen besonders in vielen Entwicklungsländern auf der Südhalbkugel Konflikte um Wasser: Zwischen Landwirtschaft und Städten, zwischen Regionen und zwischen Staaten. 

Zahlreiche Regierungen wie auch der Internationale Währungsfonds und die Weltbank setzen auf Privatisierung und Liberalisierung der Wasserwirtschaft zur Lösung des Problems. Dies bringt jedoch erhebliche Risiken mit sich: Wasser wird ein kommerzielles Gut - die Wasserversorgung kann nicht mehr für alle gewährleistet werden. Besonders ärmere Bevölkerungsgruppen werden benachteiligt, die staatliche Verantwortung zur Absicherung der Grundversorgung wird reduziert, oft werden Wasserpreise stark erhöht. Privatisierung führt oft auch zu einer Verschlechterung der Wasserqualität, da ökologische Standards nicht mehr angewendet werden. Zugang zu Wasser ist die Grundvoraussetzung für jede Entwicklung. 

Don Bosco JUGEND DRITTE WELT und die Bonner Missionsprokur der Salesianer unterstützen den Zugang zu gesundem Wasser in ihrer Projektarbeit vor allem in ländlichen Entwicklungsprogrammen, wie z. B. einem Brunnenbauprogramm in Sunyani/ Ghana, landwirtschaftlicher Ausbildung in Lufubu/ Sambia oder dem vom BMZ geförderten Ausbildungszentrum für Watershed Technologien von BOSCO GRAMIN VICAS KENDRA in Ahmednagar/ Indien.