Werkstattgespräche 2017

„Collaborate or Die“ – Unterschiedliche Wege für Netzwerke der Beruflichen Bildung

Was zeichnet ein gutes Netzwerk zur beruflichen Bildung aus? Welche Kriterien, Strukturen und Rahmenbedingungen sind für erfolgreiches Netzwerken förderlich? Welche Hindernisse oder Grenzen können Misserfolge auslösen?

Diesen Kernfragen gingen rund 80 Teilnehmer aus nationalen und internationalen Unternehmen, Organisationen, Verbänden und Institutionen nach.

Oliver Haas, Leiter des Sektorvorhabens Berufliche Bildung bei der GIZ während seines Impulsreferates.

Dr. Leah Samson im Workshop "Ein Netzwerk entsteht: Beispiel Philippinen".

Sieglinde Schmitz, Gesamtleiterin des Jugendhilfezentrums Don Bosco Helenenberg stellt ihre tägliche Arbeit vor.

Netzwerke – verknüpfte Vielfalt mit vielfältigen Verknüpfungen

Oliver Haas, Leiter des Sektorvorhabens Berufliche Bildung bei der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), fasste Netzwerke(n) in seinem Impulsreferat mit „collaborate or die“ zusammen. Streng hierarchische Strukturen sind im Wandel, vielfältige Formen der Kommunikation und des Austausches erfordern mehr Flexibilität – eröffnen (aber auch) neue Wege. Anschaulich erläuterte er Risiken und Möglichkeiten von Netzwerken in einer digitalen Welt und schlug den Bogen zur Entwicklungszusammenarbeit. Denn auch die Entwicklungsziele bestehen nicht aus voneinander unabhängigen Bausteinen, sondern funktionieren vernetzt und bedingen einander. „Die Ziele für nachhaltige Entwicklung, die SDGs, sind Netzwerkziele und deshalb muss berufliche Bildung auch ein Ziel aller SDGs sein.“, so Oliver Haas.

Netzwerken (er)leben

Die Veranstaltung auf dem Don Bosco Campus gab genügend Raum, netzwerken zu (er)leben. Neben den fachlichen Impulsen am Vormittag tauschten sich die Teilnehmer untereinander aus und kamen ins Gespräch. Die Arbeit in den Workshops unterstrich die einführenden Worte von Oliver Haas: Unterschiedliche Ansätze, Akteure und Rahmenbedingungen können erfolgreich unter einen Hut gebracht werden, wenn gemeinsame Ziele definiert und die Beziehungen zueinander belastbar sind. Das zeigten auch die Praxisbeispiele aus den Philippinen und Deutschland.

Fachleute für noch mehr Expertise

Während der Veranstaltung stellten Christian Osterhaus, Geschäftsführer von Don Bosco Mondo, und Martin Wilde, Vorstand, den neu gebildeten Fachbeirat Berufliche Bildung vor. Die dort versammelten Mitglieder aus Unternehmen, Hochschulen und Fachorganisationen werden den Verein in Zukunft fachlich und strategisch beraten. Auch bei der operativen Umsetzung der Organisationsziele und der Vernetzung mit verschiedenen Stakeholdern der beruflichen Bildung begleiten sie Don Bosco Mondo.„Wir freuen uns, in diesem neuen Gremium erfahrene Fachleute vereint zu wis-sen, die uns in unserer inhaltlichen Entwicklung und in der Advocacy Arbeit für berufliche Bildung unterstützen“, dankte Christian Osterhaus den anwesenden Mitgliedern des Fachbeirats, der sich im Mai offiziell konstituieren wird.

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Andrea Schorn und Christin Suhr


Telefon: 0228-5396545
E-Mail: info[at]don-bosco-mondo.de

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