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Annette Debusmann

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Erdbeben in Ecuador: Nothilfe und Wiederaufbau

Das schwerste Erdbeben der letzten Jahrzehnte mit der Stärke 7,8 auf der Richterskala hat am 17. April 2016 große Teile Ecuadors erschüttert. Besonders betroffen ist die Westküste des Andenstaates. Nahezu 700 Menschen sterben, über 6000 sind verletzt. Mehrere Zehntausend leben in Notunterkünften. Zahlreiche Gebäude sind komplett zerstört. Die Salesianer Don Boscos und die Don Bosco Schwestern beginnen unverzüglich mit Nothilfe- und Wiederaufbaumaßnahmen. Dazu gehört auch, dass jedes Kind wieder schnell zur Schule gehen kann.

Update 21.09.2016: Unterricht im Schichtsystem und neues Lehrmaterial für die Schule in Manta

Im Zwei-Schicht-System kann endlich wieder gepaukt werden.
Im Zwei-Schicht-System kann endlich wieder gepaukt werden.
Die Wiederaufbaumaßnahmen sorgen für mehr Erdbebensicherheit der Schulgebäude.
Die Wiederaufbaumaßnahmen sorgen für mehr Erdbebensicherheit.
Endlich kann auf dem Schulhof wieder gespielt und gelacht werden.
Endlich kann auf dem Schulhof wieder gespielt und gelacht werden.

Fünf Monate nach dem Erdbeben in Ecuador schreitet der Wiederaufbau in Manta weiter voran. Seit Juni gehen wieder 1.415 Schülerinnen und Schüler in das San José Colegio der Salesianer Don Boscos in Manta.  Ein älterer Teil der Einrichtung und die Gemeindekirche mussten durch die starken Beschädigungen abgerissen werden. Deshalb wird in einem Zwei-Schicht-System unterrichtet, um jedem Kind den Zugang zu Bildung und die Rückkehr in den Schulalltag zu ermöglichen.

Mindestens 450 der Schülerinnen und Schüler aus der umliegenden Gegend, sind direkt durch das Erdbeben betroffen – sie haben mitunter Familienangehörige und ihr Zuhause verloren. Für sie stellt das Colegio zusätzliche Stipendien und psycho-soziale Betreuung zur Verfügung. In der Gemeinde werden weiterhin Essensrationen verteilt doch der Vorrat neigt sich dem Ende zu.

„Es gibt jeden Tag etwas Neues zu tun“, so Father Luis Mosquera. So gibt es immer noch Probleme mit dem Zugang zu Trinkwasser und dem Stromnetz. Doch viel konnte auch schon im Verlauf der Not- und Wiederaufbaumaßnahmen geschafft werden. Es gibt neue Schultische, Tafeln, Projektoren und weitere Lehrmaterialien. Damit ist schon ein großes Stück für eine gute Lernatmosphäre geschafft.

Update 21.06.2016: Wiedereröffnung der Schule in Manta - das neue Schuljahr kann beginnen

Auch die Eltern können am ersten Tag mit in die Schulgebäude kommen und sich ein Bild über die Sicherheitsmaßnahmen in den neuen Klassenräumen machen.
Auch die Eltern können am ersten Tag mit in die Schulgebäude kommen und sich ein Bild über die Sicherheitsmaßnahmen in den neuen Klassenräumen machen.
Endlich gibt es wieder regulären Schulunterricht für die 1.200 Schülerinnen und Schüler des San José Colegio.
Endlich gibt es wieder regulären Schulunterricht für die 1.200 Schülerinnen und Schüler des San José Colegio.

Es gibt gute Nachrichten aus Manta: Der Wiederaufbau geht trotz des letzten Nachbebens im Mai weiter voran. Das San Jose Colegio der Salesianer Don Boscos öffnet wieder seine Pforten. Für 1.200 Schülerinnen und Schüler beginnt jetzt ein neues Schuljahr und hoffentlich eine Zeit der seelischen Aufarbeitung und Heilung ihrer traumatischen Erlebnisse.

Bevor der tägliche Unterricht wieder fester und wichtiger Bestandteil ihres Alltags wird, heißt Father Luis Mosquera, die Kinder und Jugendlichen und ihre Familien am ersten Schultag willkommen. Sie sollen das neue Schulgebäude auch nutzen, um sich untereinander über das Erlebte auszutauschen und nehmen daher die neuen Unterrichtsräume gemeinsam in Augenschein. Nur wenn sie sich alle einen Eindruck von den neuerlichen Strukturen und Maßnahmen zur Erdbebensicherung machen, legen sie ihre Besorgnis ab und schöpfen Vertrauen in das neue Schulgebäude. So können sie zukünftig ihre Kinder guten Gewissens wieder in die Schule schicken.

Für die Salesianer Don Boscos vor Ort steht fest: Kein Kind und Jugendlicher soll mit dem Lernen aufhören müssen. Neben dem Unterricht ist es zukünftig die psychosoziale Betreuung für sie und ihre Familien, die dabei hilft, das Erlebte besser zu bewältigen und wieder voller Mut und Hoffnung in eine bessere Zukunft zu schauen.

 

Unterstützen Sie den Wiederaufbau in Ecuador – damit die Menschen dort wieder ein Dach über dem Kopf haben!

Update 25.5.2016: Von Solidarität, Mut und Trost

Ein erneutes Beben in der vergangenen Woche hat alte Wunden aufgerissen: Viele der Überlebenden haben das Geschehene noch nicht verarbeitet. Besonders Kinder leiden unter den emotionalen Folgen. Um ihnen möglichst schnell wieder einen geregelten Alltag zu ermöglichen, haben die Salesianer Don Boscos Ersatz-Klassenräume geschaffen. In einem Gebäude nahe dem zerstörten Schulgebäude des San Jose Colegio sind acht Klassenräume eingerichtet. Die Schülerinnen und Schüler werden dann zwar in zwei Schichten unterrichtet – morgens und nachmittags – aber der Unterricht geht weiter und das gibt Halt.

Die Solidarität untereinander gibt den Menschen in der Erdbebenregion zudem Mut und Trost: Ausgebildete Ärzte und Therapeuten bieten kostenfreie psychosoziale Unterstützung in den Pfarreien an. Einer dieser Freiwilligen ist der Arzt Juan Carlos. Sein Haus und seine Praxis sind durch das Beben zerstört worden, seine Frau und die drei Kinder leben bei seinen Eltern. Und trotzdem engagiert er sich für die anderen: „Mir ist es wichtig, meinen ecuadorianischen Brüdern und Schwestern zu helfen. Wir dürfen die positive Einstellung zum Leben nicht verlieren.“ 

Das erneute Beben in der letzten Woche hat vielen Menschen Angst gemacht. Sie schlafen lieber auf der Straße. Die täglich neuen Probleme überfordern sie. Durch das Erdbeben sind viele Fabriken beschädigt oder zerstört und viele Arbeitsplätze verloren gegangen. Die Menschen stehen vor dem Nichts. Der Vater der 14-Jährigen Yamileth zum Beispiel, kann das Schulgeld nicht mehr bezahlen. Nun steht sie weinend vor dem abgerissenen Gebäude, in dem sie vier Jahre zur Schule gegangen. Die Salesianer Don Boscos helfen Kindern und Jugendlichen wie Yamileth, in dem sie ihnen die Schulgebühren zahlen.

Update 11.5.2016: Hoffnung im Nichts

Die Salesianer Don Boscos verteilen dringend benötigtes Trinkwasser.
Die Salesianer Don Boscos verteilen dringend benötigtes Trinkwasser.
Eine der zerstörten Schulen.
Eine der zerstörten Schulen.

Es gibt auch gute Neuigkeiten aus Ecuador: Ein 72-jähriger Mann konnte nach 13 Tagen aus den Trümmern lebend geborgen werden. Aus Nachrichten wie dieser schöpfen die Helfer vor Ort neue Kraft: „Es ist schwer, nicht den Mut angesichts der großen Zerstörungen zu verlieren. Diese Tragödie hat uns hart getroffen, aber wir vertrauen in Gott. Diese Menschen brauchen unsere Hilfe, um wieder nach vorn schauen zu können.“ berichtet der Direktor des Don Bosco-Zentrums in Manta, Father Luis Mosquera.

Die Salesianer Don Boscos setzen alles daran, die zerstörten Schulen wieder aufzubauen. Die Kinder und Jugendlichen brauchen dringend einen Ort, an dem sie sich wieder Zuhause fühlen und spielen können. Ein geregelter Schulalltag hilft ihnen und ihren Eltern dabei, die Traumatisierungen zu verarbeiten.

Aber auch wenn der Unterricht ausfällt, packen die Lehrerinnen und Lehrer an: Sie schleppen Tische und Stühle, beseitigen Trümmer, verteilen Nothilfepakete. Sie sehen jeden Tag, was die Menschen brauchen. Es mangelt an Trinkwasser, medizinischer Hilfe, Materialien zum Bau von Notunterkünften und Nahrungsmitteln. Die Risiken für die Übertragung von Krankheiten steigen durch diesen Mangel. Ohne Häuser sind die Menschen den Elementen und Krankheiten schutzlos ausgesetzt.

Update 28.04.2016: Don Bosco Bonn bringt 20.000 Euro für die Nothilfe auf den Weg

Das Ausmaß der Zerstörung und die Verwüstung sind immer noch groß. Foto: Jugend Eine Welt Österreich.
Das Ausmaß der Zerstörung und die Verwüstung sind immer noch groß. Foto: Jugend Eine Welt Österreich.
Die größten Schäden und am meisten Betroffenen gibt es in den Städten Pedernales, Manta und Portoviejo. Foto: Jugend Eine Welt Österreich.
Die größten Schäden und am meisten Betroffenen gibt es in den Städten Pedernales, Manta und Portoviejo. Foto: Jugend Eine Welt Österreich.

Nach aktuellen Angaben hat das Erdbeben vom 17. April 2016 654 Menschen das Leben gekostet. Immer noch gelten viele Menschen als vermisst, über 16.000 sind verletzt. Die Zahl der Personen, die in Notunterkünften untergebracht werden mussten, erhöht sich mittlerweile auf über 25.000.

Fast 300 Schulen und vier Universitäten sind durch das Erdbeben beschädigt. Für rund 170.000 Schülerinnen und Schüler fällt der Unterricht momentan aus – und er wäre so wichtig! Nur über einen geregelten Alltag finden die Kinder und Jugendlichen in die Normalität zurück. 

In den am schwersten getroffenen Gebieten leisten die Salesianer Don Boscos weiterhin Nothilfe. Auch die Anschaffung eines Generators, der Strom liefert und so den Wiederaufbau voran bringt, ist beschlossen. Don Bosco Bonn unterstützt die geplanten Hilfspakete und den Kauf des Generators der Salesianer Don Boscos vor Ort mit 20.000 Euro.

Update 22.04.2016: Nothilfe läuft an

Vom Erdbeben zerstörte Schule in Manta. Foto: Jugend Eine Welt Österreich.
Vom Erdbeben zerstörte Schule in Manta. Foto: Jugend Eine Welt Österreich.
Vom Erdbeben zerstörte Schule in Manta. Foto: Jugend Eine Welt Österreich.
Vom Erdbeben zerstörte Schule in Manta. Foto: Jugend Eine Welt Österreich.

Nach aktuellen Angaben hat das Erdbeben 577 Menschen das Leben gekostet, weit über 5.000 Menschen sind verletzt. 20.000 Personen sind in Notunterkünften untergebracht.  Unter den zerstörten Gebäuden sind 146 Schulen.

Pater Maffeo  hat die stark getroffenen Gebiete besucht. Er berichtet von Städten, die in Trümmern liegen und Menschen, die verzweifelt nach Überlebenden suchen.  Auch viele der Verstorbenen sind noch unter den Trümmern begraben. Es gibt keinen Strom, und somit auch kein Licht. Die Wasserversorgung ist zusammengebrochen. Krankheiten drohen sich auszubreiten.

Die Salesianer Don Boscos verteilen Hilfspakete an 7.000 Familien. Ein Paket kostet 31 Euro und reicht einer 6-köpfigen Familie für eine Woche. Neben Lebensmitteln enthält jedes Paket auch Teller, Becher, Wasser und ein Insektenschutzmittel. Insgesamt werden so 42.000 Personen mit dem Notwendigsten versorgt.

Don Bosco Einrichtungen zerstört

Auch Einrichtungen der Salesianer Don Boscos und der Don Bosco Schwestern sind vom Erdbeben schwer beschädigt und teilweise zerstört.
Auch Einrichtungen der Salesianer Don Boscos und der Don Bosco Schwestern sind vom Erdbeben schwer beschädigt und teilweise zerstört.
Das ganze Ausmaß des Erdbebens wird nur langsam deutlich. Sofortige Not- und Wiederaufbauhilfen sind jetzt ganz wichtig.
Das ganze Ausmaß des Erdbebens wird nur langsam deutlich. Sofortige Not- und Wiederaufbauhilfen sind jetzt ganz wichtig.

Stark betroffen sind die Einrichtungen der Salesianer Don Boscos und der Don Bosco Schwestern in Manta, einer Stadt etwa 400 Kilometer westlich der Hauptstadt Quito. „Wir sind sehr erleichtert, dass in unseren Einrichtungen niemand getötet oder schwer verletzt wurde. Aber unsere Schulen, unsere Pfarrei und unser Zentrum für Straßenkinder sind schwer beschädigt, einige vollständig zerstört“, berichten die Mitarbeiter vor Ort. In Manta gebe es überall Trümmer und die Suche nach den Überlebenden sei sehr schwierig.

Die Salesianer Don Boscos, die Mitarbeiter der Einrichtungen und auch teilweise die Schüler helfen bei der Suche nach Vermissten und kümmern sich um die traumatisierten und obdachlosen Menschen.

Das Beben und die vielen Nachbeben waren bis in die Hauptstadt Quito zu spüren, größere Schäden blieben dort aus. Don Bosco Mission Bonn entsendet regelmäßig deutsche Volontäre in ein Kinder- und Jugendzentrum der Hauptstadt. Diese blieben unverletzt und sind wohlauf.

Nothilfe und Wiederaufbau: Don Bosco Mondo hilft

So groß der Schock und die Trauer sind, der Blick der Salesianer geht nach vorne, der Wiederaufbau der Einrichtungen ist festes Ziel. Sie wollen Nothilfe für rund 7000 Familien im Umfeld leisten und den Wiederaufbau der Einrichtungen vorbereiten. Angesichts der großen Zerstörungen werden dafür erhebliche Mittel benötigt. "Im Augenblick sind nach offiziellen Angaben bereits 350 Tote in der Provinz Manabí zu beklagen. Die vielen Verletzten und Obdachlosen benötigen unsere Unterstützung. Damit wir ihnen helfen können, brauchen wir dringend Geld für Lebensmittel und Medikamente", berichtet Ökonom Pater Maffeo Panteghino SDB.

Don Bosco Mondo erarbeitet derzeit eine Übersicht, was unmittelbar für die direkte Nothilfe und im nächsten Schritt für den Wiederaufbau in Ecuador benötigt wird. „Wir lassen unsere Partner in Ecuador, mit denen wir seit vielen Jahren eng und erfolgreich zusammenarbeiten, in dieser schwierigen Situation nicht allein. Wir helfen jetzt unmittelbar mit dem Notwendigsten zum Überleben nach der Katastrophe und werden dies auch langfristig durch gemeinsame Wiederaufbau-Projekte tun“, erklärt Silvia Cromm, Leiterin der Abteilung Programme und Projekte.