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Hoffnung im „Nirgendwo“ – Ausbildung im Flüchtlingslager Kakuma/Kenia

Ausbildung schafft Chancen

In Kakuma an der kenianischen Grenze suchen 184.000 Flüchtlinge aus vielen Ländern Afrikas Zuflucht. Die Hälfte von ihnen ist jünger als 17 Jahre. Viele sind im Flüchtlingslager aufgewachsen. Don Bosco bildet die Mädchen und Jungen aus und gibt den jungen Menschen ohne Heimat gute Aussichten für ihre Zukunft.

Don Bosco unterrichtet die Jugendlichen in Kakuma seit 2003: Sie werden Elektriker, Kfz-Mechaniker, Schneider oder Schreiner. Sie lernen Englisch oder Informatik. Don Bosco bietet Kurse in den Berufen an, mit denen die Jugendlichen eine Chance haben, Arbeit zu finden. Berufe, die es ihnen ermöglichen, in die Heimat zurückzukehren und für ihre Familien zu sorgen. Zudem begleitet Don Bosco die Auszubildenden beim Einstieg in den Beruf und hilft ihnen, Lebensläufe zu verfassen oder Vorstellungsgespräche zu üben. Damit die Jugendlichen erfolgreich sein können, unterstützt Don Bosco die Mädchen und Jungen, ihre erlittenen Schrecken zu verarbeiten und nach vorn zu blicken.

Zurzeit unterstützt und unterrichtet Don Bosco 4.000 Mädchen und Jungen. Doch das reicht nicht aus: Weitere Flüchtlinge sollen einen Beruf erlernen können. Bitte helfen Sie und schenken Sie Zukunft!

Junge Menschen ohne Heimat brauchen die Aussicht auf eine Zukunft und einen Beruf.

Mit 35 Euro sichern Sie einer/m Auszubildenden drei Monate lang ein Mittagessen.

70 Euro reichen für die einjährige Ausbildung eines Jugendlichen.

Zuflucht ohne Zukunft

Obwohl im Lager viele Nationalitäten und Ethnien friedlich nebeneinander existieren, ist die Spannung im Camp mit den Händen zu greifen. Wasser und Nahrungsmittel bekommen die Flüchtlinge gestellt – darum bleibt wenig zu tun. Die Frauen und Männer, gleich ob Jung oder Alt, haben kaum Arbeit und wenig Hoffnung für ihre Zukunft. Viele Flüchtlinge haben zudem Furchtbares erlebt. Kinder und Jugendliche haben ihre Eltern verloren oder wurden selbst Opfer von Gewalt. Umso wichtiger ist es, gerade den jungen Menschen ohne Heimat eine Zukunft zu geben.

Obdach in der Wüste

Auch wenn es so aussehen mag: Kakuma ist keine Stadt. Die kleinen Lehmhütten und Zelte in der trockenen und heißen Halbwüste sind kein Zuhause – sie sind provisorisches Obdach für Menschen, die alles verloren haben. Kakuma heißt „Nirgendwo“ – und das trifft es sehr gut. Es grenzt an den Sudan, an Äthiopien, an Somalia, Tansania und an Uganda – arme Länder mit großen Problemen und großer Not. Aus diesen Ländern kommen auch die Menschen, die in Kakuma leben. Sie sind geflohen vor dem Krieg, dem Hunger, der Gewalt und wieder vor dem Krieg. Viele von ihnen leben schon über zehn Jahre hier. Die Hälfte der Bewohner ist jünger als 17 Jahre. Viele Kinder sind hier geboren. Flüchtlinge, die aus demselben Land kommen, wohnen auch im Lager zusammen. Neuankömmlinge hausen in Zelten. Diejenigen, die schon länger dort sind, wohnen in kleinen Lehmhütten, die sie selber gebaut haben.