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Solarenergie für Äthiopien

Bruder Christof Baum SDB hat es geschafft! Zusammen mit einigen seiner Auszubildenden in Adwa, hat er die Don Bosco Solar Company gegründet. Sie arbeiten engagiert daran, Licht ins Dunkle zu bringen.

Das Solarpanel wird auf dem Dach montiert.
Das Solarpanel wird auf dem Dach montiert.
Zusammen mit dem Schweißer werden die Rahmen konstruiert.
Zusammen mit dem Schweißer werden die Rahmen konstruiert.
Die Solar Boys in Äthiopien im Einsatz.
Die Solar Boys in Äthiopien im Einsatz.

Solar Boys

Das Team der Don Bosco Solar Company wird von allen „Solar Boys“ genannt. Die Truppe der im Berufsbildungszentrum Adwa ausgebildeten Elektriker, Solartechniker und Metallarbeiter sind gern gesehene Gäste in den salesianischen Einrichtungen in Äthiopien.

Strom in abgelegenen Regionen erzeugen

In den letzten Wochen haben die „Solar Boys“ in den Gemeinden Dilla, Gambella, Akojo und Abol Solaranlagen auf die Dächer montiert und in Betrieb genommen. Die oft abseits vom regulären Stromnetz liegenden Gemeinden profitieren vom Einsatz der Solarenergie und können nun Klassenräume und Kirchen beleuchten.

Endlich ist das Pfarrhaus in Akojo unabhängig vom störanfälligen Dieselgenerator. In Abol kann die Kirche nun auch als Veranstaltungsraum für die Bewohner genutzt werden. In Dilla hat die Solarwasserpumpe ihren Dienst aufgenommen.

Auch der nächste Auftrag liegt schon auf dem Tisch: Klassenräume in Shebo, nahe der Grenze zum Südsudan, sollen für Alphabetisierungskurse genutzt werden – und brauchen dafür Licht. Die benötigte Solaranlage wird aktuell dimensioniert und Material beschafft.

Sonnige Aussichten

Der Einsatz der Solarenergie ist eine Win-Win Situation für alle Seiten:

Die umweltschonende Energiequelle schafft Arbeitsplätze für die Auszubildenden in Adwa, schont den Geldbeutel der Gemeinden, finanziert die Ausbildungseinrichtung und ermöglicht den Gemeinden mehr Flexibilität in ihren Angeboten. Die größten Gewinner sind aber definitiv die Bewohner der Gemeinden und die Umwelt.

Solartechnik gibt Jugendlichen Energie fürs Leben

Im Norden Äthiopiens ist das Leben nicht einfach. Die Landschaft ist karg, Industrie kaum vorhanden und die Armut entsprechend groß. Aber Bruder Christof Baum hat eine zündende Idee. Er gründet selbst ein Unternehmen und füllt damit eine Marktlücke: Solarenergie.

Sehli ist Solar-Schüler der ersten Stunde von Br. Christof Baum.
Sehli ist Solar-Schüler der ersten Stunde von Br. Christof Baum.

In der Kleinstadt Adwa fällt häufig der Strom aus. Das erschwert nicht nur die Arbeit der Salesianer Don Boscos im Jugendzentrum und in der Ausbildung. Wenn die Abendschüler im Dunkeln sitzen, ist ein Unterrichtstag dahin. Es macht auch den Standort für Investoren unattraktiv und erschwert die Arbeit in der Landwirtschaft, die z.B. Strom für die Bewässerung braucht. Entsprechend klein sind die Zukunftsperspektiven für die Jugend in Adwa: Es gibt schlicht zu wenig ertragreiche Arbeitsplätze. Das soll sich zukünftig ändern.

Marktlücke Solarenergie

Dagegen möchte Bruder Christof Baum etwas tun und hat eine Marktlücke aufgetan: die Solarenergie. Im Berufsbildungszentrum Adwa errichtet er eine neue Solarwerkstatt. Ab dem neuen Schuljahr werden dort Mädchen und Jungen in Solartechnik ausgebildet. Das Gebäude steht und die Ausstattung ist angeschafft.

„Jetzt brauche ich mir für den Unterricht in Solartechnik nicht mehr das notwendige Material in den anderen Werkstätten zusammensuchen“, freut sich der Ausbilder. Denn schon im vergangenen Jahr hat er einigen Azubis in Adwa die Solartechnik näher gebracht.

Die Nachfrage nach Solarenergie ist groß. Familien können preiswerten Strom beziehen, die Bewässerungsanlagen in der Landwirtschaft laufen zuverlässiger und auch die Schülerinnen und Schüler der Abendschule bei Don Bosco sitzen nicht mehr im Dunkeln. Deshalb soll es nicht bei der Ausbildung bleiben.

Zusammen mit einigen Absolventen möchte der studierte Elektrotechniker Christof Baum die Don Bosco Solar Company eröffnen. Vertrieb, Installation und Instandhaltung von Solarsystemen in der Region schaffen nicht nur Arbeitsplätze, sondern tragen auch zur Finanzierung der Ausbildung bei.

Und die Idee hat Potential für das gesamte Land. Christof Baum führt intensive Gespräche mit seinen Mitbrüdern und Kollegen, um Solarwerkstätten auch an weiteren Don Bosco-Standorten in Äthiopien aufzubauen.