Hunger weltweit

Die Zahl der hungernden Menschen weltweit wird den Vereinten Nationen (UN) zufolge auf 925 Millionen geschätzt. Im Zeitraum 2010 bis 2011 wurde ein Anstieg der Hungernden um 44 Millionen verzeichnet. Grund dafür sind die gestiegenen Lebensmittelpreise. Ein Viertel aller hungernden Menschen lebt auf dem afrikanischen Kontinent. Hunger wird von der UN als das größte Gesundheitsrisiko benannt, dies gilt insbesondere für Kinder und schwangere Frauen. Das wird an der an der derzeitigen humanitären Katastrophe im Osten Afrikas besonders deutlich.
Hunger, ein menschgemachtes Phänomen, fordert jährlich hunderttausende Menschenleben. Dabei kostet es nur 20 Cent, ein Kind mit allen wichtigen Vitaminen und Nährstoffen zu versorgen, die es braucht, um gesund aufzuwachsen.
Quelle: Vereinte Nationen
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Verfolgt, geflohen, gestrandet – Aufbauhilfe im Flüchtlingslager Kakuma

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Die Recklinghäuser Zeitung berichtete am 14.10.2011 über die Lage der Menschen und über die Arbeit der Salesianer im Flüchtlingslager Kakuma als „beispielhaftes Hilfsprojekt“. Im Flüchtlingslager im Nordwesten Kenias kämpfen 80.000 Menschen jeden Tag ums nackte Überleben. Hier leisten die Salesianer Don Boscos nicht nur Nothilfe, sondern gestalten auch Zukunft. „Sie bohren Brunnen, unterrichten Kinder, bilden Erwachsene aus“, heißt es in der Reportage. Momentan werden 620 Flüchtlinge in technischen Berufen von den Don Bosco Brüdern unterrichtet. Weitere 220 Kinder lernen Englisch. Die medizinische Versorgung aller Schüler wird von Don Bosco finanziert, da die UNO-Unterstützung aufgrund von Sparmaßnahmen gestrichen wurde.
Das Elend Ostafrikas, der Hunger und die Dürre, die Verfolgungen, die Bürgerkriege und die Gewalt konzentrieren sich in Kenia, besonders an den Grenzen zu den Nachbarländern. Seit fast 20 Jahren kommen Flüchtlinge in ein Land, das selbst nicht viel hat. In dem riesigen Camp kämpfen Menschen verschiedener Ländern und Stammzugehörigkeiten ums nackte Überleben. Feuerstellen, Latrinen, Behausungen stehen nah beieinander. Das Elend findet man an jeder Ecke.
Die Menschen erzählen alle fast die gleichen Geschichten von Milizen und Überfällen, Vergewaltigungen und Morden. Jetzt teilen sie sich auch ein Schicksal: den Hunger.
In der Reportage von Oktober 2011 wird unter anderem von einem jungen Mann aus Burundi berichtet, der zwei weiteren aus einem zerflederten Buch über Medizin vorliest. „Es ist das einzige Buch. Sie lesen es immer wieder“, heißt es darin. Ein weiterer junger Mann berichtet stolz, die Salesianer Don Boscos hätten gesagt, dort werde auch er lesen und schreiben lernen. In Kakuma haben sie neben Schulen und Lehrwerkstätten auch eine Musterfarm errichtet. In der Farm lernen Jugendliche, wie man, zum Beispiel, Gemüse anbaut. „Ihre Hilfe ist sehr weltlich, sehr erfolgsorientiert. Sie missionieren nicht mit Worten und Predigten, sondern mit Taten“ berichtet die Recklinghäuser Zeitung.

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Auch viele verlassene Frauen und Kinder sind auf dem Camp anzutreffen. Ihre Männer sind gegangen, um etwas Geld als Tagelöhner zu verdienen. Aber sie halten das Elend des Lagers nicht aus und kommen nicht zurück. In den großen Flüchtlingslagern geht es meistens nur darum, die vielen Menschen, insbesondere Kinder vor dem Verhungern zu retten. Die Zukunft dieser Kinder ist völlig ungewiss. In Kakuma sind die Salesianer ein Schritt weiter. Neben Lebensmittel bekommen die Menschen auch (Lebens)Halt. Laut der Recklinghäuser Zeitung ist dies genau das positive an Kakuma: die Menschen erhalten eine Hoffnung für die Zukunft. Denn Menschen sterben nicht nur an Hunger, sondern auch an seelische Katastrophen wie der Verlust von Familie und Zukunft.
Neben Hunger und Verzweiflung sind auch Krankheiten, wie Malaria, Aids und Tuberkulose ein großes Problem im Camp. In dem nah gelegenen Hospital fehlt es an vielem. Trotzdem geben Ärzte und Pfleger alles, um den Menschen zu helfen. Es ist ein Ort „tiefster Menschlichkeit“ heißt es in der Zeitung.
Ihre Spende macht die Arbeit in Kakuma möglich. Helfen Sie mit die Lage dieser Menschen zu verbessern. >>Hier<< können Sie die komplette Reportage der Recklinghäuser Zeitung ansehen bzw. downloaden.

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Schwere Dürre am Horn von Afrika: Zwölf Millionen Menschen brauchen dringend Hilfe

Der Osten Afrikas wird zurzeit von der schwersten Dürre seit sechzig Jahren heimgesucht. Hauptsächlich betroffen sind die Länder Somalia, Äthiopien und Kenia: Hier sind Millionen von Menschen von Hunger, Krankheit und Tod bedroht. Die Ursachen dieser Katastrophe sind vor allem das Ausbleiben der Regenzeit, die gestiegenen Lebensmittelpreise und die fehlende Infrastruktur.
Für einen Großteil der Bevölkerung ist die Landwirtschaft und Viehzucht ihre einzige Existenzgrundlage. Doch aufgrund der langen Trockenzeiten sind die Ernten ausgeblieben. Ganze Kuh-, Ziegen-, und Kamelherden verdursten und verhungern – und wo die Tiere sterben, da wird es auch für Menschen kritisch. Am stärksten betroffen sind vor allem alte Menschen, Kranke, Frauen und Kinder. Viele von ihnen sind hunderte von Kilometer in völlig überfüllte Flüchtlingscamps geflohen, wo sie nun unter prekären Verhältnissen um ihr Überleben kämpfen. Die meisten der Camps befinden sich in Kenia, an der Grenze zu Somalia. Ohne externe Hilfe werden viele der Menschen verhungern oder verdursten. Ob und wie viele die Katastrophe überleben werden, hängt sehr davon ab, wie auf nationaler und internationaler Ebene gehandelt wird. Das gilt auch für die Salesianer Don Boscos, die in dieser konkreten Notsituation ihre Hilfe angeboten haben und aktiv geworden sind. Ihre Stärke: Sie sind weltweit vernetzt und zugleich schon seit vielen Jahren in der Region tätig. Sie kennen die örtlichen Gegebenheiten und wissen was die Bevölkerung braucht. Sie können effiziente Hilfe leisten – Hilfe, die bei den am meisten Betroffenen direkt ankommt und Leben rettet.
Die Salesianer sind in der Region vor allem in Kenia und Äthiopien tätig. In Kenia führen sie seit den 1980er Jahren mehrere Berufsbildungs-, Gesundheits- und Jugendzentren, mehrere Schulen und Kinderheime und arbeiten seit vielen Jahren im Flüchtlingslager Kakuma. Die Patres setzen sich für benachteiligte Kinder und Jugendliche ein und legen ihrer Arbeit immer ein ganzheitliches Bildungskonzept zugrunde. Dabei verfolgen sie immer auch einen langfristigen und nachhaltigen Ansatz.
Hilfe für Flüchtlinge

Nun gilt es allerdings die aktuelle Notsituation zu überstehen und das nackte Überleben der Bevölkerung zu sichern. „Nur wenn dies gewährleistet ist, können wir wieder langfristige Perspektiven und Ansätze verfolgen“, so Pater George Tharaniyil, Verantwortlicher für die drei Projektstandorte Korr, Nzaikoni und das Flüchtlingslager Kakuma. „Eines steht fest. Es gilt keine Zeit zu verlieren, denn je länger wir zögern, desto mehr Opfer wird es geben, darunter viele Kinder“.
Alle drei Projektstandorte in Kenia sind von der anhaltenden Dürre stark betroffen und benötigen Hilfe. In Nordkenia konzentrieren sich die Salesianer auf das dortige Flüchtlingslager Kakuma, einem der größten Flüchtlingslager weltweit. Hier spitzt sich die Lage besonders dramatisch zu, da tagtäglich mehrere hundert Flüchtlinge aus Somalia im Lager ankommen. Zunehmend kommt es zu Konflikten mit der lokalen Bevölkerung – Es wird gestritten um Wasser und Lebensmittel. Pater Tharaniyil betont: „Die Situation droht außer Kontrolle zu geraten. Schon jetzt sterben viele, und es werden täglich mehr. Es herrscht eine angespannte und verzweifelte Stimmung. Was die Hungernden am dringendsten benötigen sind Grundnahrungsmittel wie Mais, Bohnen, Zucker und Salz sowie Wasser und Medikamente“.
Damit Pater Tharaniyil und seine Mitarbeiter helfen können, sind sie dringend auf Spenden angewiesen.
Konto 870 005
Sparda Bank West BLZ 370 605 90
Stichwort: Nothilfe Ostafrika



